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Hohenstücken im Wandel
Stadtteilfest demonstrierte Zusammenhalt im Wohnquartier

Das Bürgerhaus wurde mit EU-Geldern gebaut und 2007 eröffnet. Es ist ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für die Bewohner geworden.
Das Bürgerhaus wurde mit EU-Geldern gebaut und 2007 eröffnet. Es ist ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für die Bewohner geworden. © Foto: geh
Erhard Herrmann / 11.09.2019, 11:21 Uhr
Brandenburg Hohenstücken hat in den letzten Jahren einen starken Wandel erfahren Die Wohngebäude sind modernisiert, die Fahrstühle eingebaut und die Wohnhöfe einladend gestaltet. Junge Familien und Senioren schätzen die begrünten Wohnquartiere und finden hier günstigem Wohnraum. " Die Veränderungen sind deutlich zu sehen und auch positiv zu spüren", erklärte Tino Haberecht, Projektleiter Quartiersmanagement Hohenstücken und sagt weiter: "Auch in den kommenden Jahren wird sich viel ändern. Nicht nur was den Wohnraum betrifft. Auch die allgemeineren Lebenssituationen der Bürger werden sich verbessern."

Dazwischen soll aber auch Zeit zum Feiern sein. Deshalb lud das Quartiersmanagement Hohenstücken vergangenen Samstag zu einem Fest für die ganze Familie ein. Zahlreiche Attraktionen warteten auf die Besucher, wie z. B. ein Auto-Überschlagssimulator, Bullriding oder ein Kletterturm. Vereine, Institutionen, Initiativen und Einrichtungen aus dem Stadtteil nutzten das Fest, um über ihr Wirken und ihre Ziele zu informieren.

Gefeiert wurde auf dem Marktplatz und rund um das Bürgerhaus, das zeitgleich seinen Geburtstag feiern konnte. Verschiedene Vereine und Institutionen nutzen die Räume und boten zahlreiche Möglichkeiten der Bildung, Beratung, Unterstützung und Freizeitveranstaltungen. Darunter Kurse, Ausstellungen oder Stadtteilfeste. Weiter Beispiele der Vereinstätigkeiten im Bürgerhaus sind u. a. der Demokratische Frauenbund - Tagesbetreuung und Bringdienst von Behinderten, Servicestelle für Integration und Migration, Planet Kids e. V., ein Café, eine Kleiderkammer mit Nähstube, oder Tanz- und Selbsthilfegruppen. "Das Bürgerhaus ist aus Hohenstücken nicht mehr wegzudenken. Es ist ein Anlauf- und Ausgangspunkt für die Bürger und für die zahlreichen Projekte, die zurzeit laufen", so Tino Haberecht.

Hierzu gehört "Ein Quadratkilometer Bildung". "Ziel ist es, den Bildungsbenachteiligungen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien etwas entgegenzusetzen. Neben der Frühförderung  stehen spezifische Unterstützungsangebote für die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt, die ihnen berufliche Perspektiven eröffnen und ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen", erklärte der Quartiersmanager.

Gestartet ist auch das Bundesprogramm BIWAQ ("Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier"). Hier werden Bewohner und Organisationen in die Gründung eines Stadtteilbetriebs einbezogen, damit Arbeitsplätze in und für den Stadtteil entstehen können. Das gesamte Stadtteilbild wird sich in naher Zukunft weiter verändern.

Zwischen 2002 und 2017 wurden 2.400 in Hohenstücken Wohneinheiten zurückgebaut. Bis 2025 sollen noch mehrere hundert Wohneinheiten, u. a. in der Sophienstraße, der Reuscherstraße, am Tschirchdamm und der Willibald-Alexis-Straße verschwinden. Hier sollen wie am Carolinenring Quartier Doppel- und Einfamilienhäusern entstehen. Ebenso sollen wenig pflegeintensive, naturnahe Flächen genauso Platz finden wie gestaltete Grünbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität. In diesen Freiraum können zusätzliche Flächen für die vorhandenen sozialen Infrastruktureinrichtungen (Bürgerhaus, Kita, Jugendclub, Sportstätten), aber auch durch Bewohner oder lokale Akteure getragene Aktivitäten und Nutzungen integriert werden.

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