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Sprechstunde
Was Kinder und Jugendliche wollen

Vivien Skowronek, Sachgebietsleiterin in der Nennhausener Amtsverwaltung, lädt Kinder und Jugendliche und auch Eltern an jedem ersten Dienstag im Monat zur Sprechstunde ein, das nächste Mal am 1. Oktober.
Vivien Skowronek, Sachgebietsleiterin in der Nennhausener Amtsverwaltung, lädt Kinder und Jugendliche und auch Eltern an jedem ersten Dienstag im Monat zur Sprechstunde ein, das nächste Mal am 1. Oktober. © Foto: Weber
Simone Weber / 20.09.2019, 11:45 Uhr
Nennhausen Durch den 2018 in die Kommunalverfassung eingeführten Paragrafen 18a, "Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen", wurde den jüngsten Brandenburgern "in allen sie berührenden Gemeindeangelegenheiten Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte" zugesichert. Auch im Amt Nennhausen ist man bemüht, junge Leute in Entscheidungsprozesse einzubinden.

"Dies ist bei der Infrastruktur unseres ländlichen Amtes nicht einfach", erklärt Amtsdirektorin Ilka Lenke. "Mit lediglich einer Grundschule und keiner weiterführenden Schule sind die Jugendlichen ab zwölf Jahre schwer erreichbar."

In den vier Gemeinden des Amtes Nennhausen leben rund 4.600 Menschen. 743 sind jünger als 18 Jahre. Von ihnen besuchen rund 250 die Grundschule, etwa 160 Kinder werden in Kitas betreut. Über Aushänge, Flyer und Internet suchte das Amt nach interessierten Kindern und Jugendlichen. Gerade mal ein Geschwisterpaar hat sich gemeldet. Dieses Ergebnis gab Anlass zu einer Neuerung. Vivien Skowronek, Sachgebietsleiterin in der Amtsverwaltung, verweist auf die neuartigen Sprechstunden für Kinder und Jugendliche: "Hier können sie vor Ort ihre Ideen, Wünsche und Vorschläge vortragen."

Das Amt bildet eine Steuerungsgruppe mit Amtsdirektorin Lenke, Sachgebietsleiterin Skowronek, Vertretern der Jugendlichen sowie von Schule und Kitas. In dieser soll beraten und entschieden werden. "Auch die jüngsten Nennhausener sollen in die Kinderbeteiligung einbezogen werden", so Ilka Lenke. Dazu könnten einerseits die Kinder in den Kitas stärker auf ihre Wünsche hin beobachtet werden. Aber auch ihre Eltern könnten Vorschläge äußern. Dafür bestens geeignet sind die Sprechstunden.

Anfang des Jahres hatte es im Amt, unter Federführung der Johanniter, die den Nennhausener Jugendclub betreiben, bereits den Workshop "Wir gestalten Zukunft!" gegeben. Die Befragung der Grundschulkinder erbrachte 16 Vorschläge. Unter ihnen erhielten die Schaffung von Radwegen, die auch Inliner und Skater benutzen können, die Erstellung eines Kinder- und Jugendstadtplans für Amt und Landkreis, die bessere Ankündigung von Veranstaltungen im Jugendclub und der Schulsozialarbeit sowie die stärkere Vernetzung bestehender Angebote und die Schaffung von Orten für Jugendliche außerhalb des Jugendclubs die meiste Zustimmung.

Im Nachgang entstand zunächst eine kleine Broschüre, in der 15 Vereine aufgelistet sind, die in den Gemeinden bzw. deren Ortsteilen aktiv sind. Mit insgesamt 123 Mitgliedern sind die Jugendfeuerwehren im Amtsbereich eine Säule der Kinder- und Jugendarbeit. Im nächsten Jahr soll es einen weiteren Workshop  geben. Derweil wird der Jugendclub Ende Oktober in das Grundschulgebäude umziehen. Davon erhofft sich das Amt eine stärkere Frequentierung als bisher.

Kinder- und Jugendsprechstunde in der Amtsverwaltung (Zimmer 6) ist jeden ersten Dienstag im Monat von 13.00 bis 15.30 Uhr und 16.30 bis 18.00 Uhr. Vivien Skowronek kann man auch unter 033878/64936 sowie per E-Mail an vivien.skowronek@amt-nennhausen.de erreichen.

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