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Treckertreffen 2019
170 Teilnehmer tuckerten nach Knoblauch

Simone Weber / 21.10.2019, 17:01 Uhr
Knoblauch Arbeitsmaschinen neueren und älteren Baujahrs standen am Samstag in Knoblauch im Mittelpunkt. er dortige Treckerfreunde-Verein hatte wieder zum Treffen eingeladen. Bei spätsommerlichen Temperaturen zog es viele Zuschauer ins Dorf, rund 170 Leute hatten Traktoren und andere Arbeitsmaschinen dorthin gesteuert.

Zur Treckerprade sah man neben modernen High-Tech-Traktoren, die teilweise via GPS gesteuert sind, viele Traktoren vergangener Jahrzehnte. Der älteste war der Lanz Bulldog, Baujahr 1935, des Wenzlowers Reiner Kusmark, der schon mehrere Male nach Knoblauch kam. Einige der Traktoren waren Marke Eigenbau. Andere zogen Kremserwagen mit Feiernden hinter sich. Aber auch weitere Oldtimer wie DDR-Lkw vom Typ "W 50”, Multicar, Trabant-Pkw, Dumper, Radlader, Feuerwehr-Traditionsfahrzeuge, sogar vereinzelt alte Armeefahrzeuge, beteiligten sich wieder in diesem Jahr. Der jüngste Teilnehmer war Jack Deutschmann aus Schlagenthin. Stolz und selbstbewusst saß der Dreijährige auf dem Schoß seines Vaters am Steuer seines John Deere Kindertrucks mit zwei Anhängern, Marke Eigenbau.

Während des Umzugs musste ein "Fortschritt ZT300", Baujahr 1976, der wohl am häufigsten in der DDR-Landwirtschaft eingesetzte Traktor, mit Abschleppfahrzeug an der Tribüne und den vielen Zuschauern auf dem Dorfplatz vorbeigezogen werden. "Die Einspritzpumpe hat versagt", so Fahrer Lutz Koths aus Marzahne. Erstmals wurde die Strecke der Treckerparade durchs Dorf in diesem Jahr verkürzt.

Nach dem Umzug kürte die Jury wieder die drei besten Fahrzeuge in zwei Kategorien. Lothar Beich aus Schenkenberg holte in der Kategorie "Alter/Schönheit" Platz 1 und 2 mit einem "Lanz Bulldog", Baujahr 1940 und einem "Lanz Iberica", Baujahr 1960. Platz 3 ging an Moritz Wolfgang aus Brandenburg/Havel mit seinem "Güldner ADN 8". In der Kategorie "Eigenbau" holten Jörg Kühne (Bahnitz), Tim Fichte (Knoblauch) und Michael Reske die Plätze 1 bis 3.

Beim anschließenden Treckerpulling maßen sich insgesamt 30 Fahrer mit ihren Fahrzeugen in vier Leistungskategorien. Auf der präparierten 100-Meter-Strecke galt es den mit jeweils 250 Kilogramm schweren Eisenbahnschwellen beladenen Bremsschlitten mit ihrem Zugfahrzeug am weitesten zu ziehen. Neben Serienfahrzeugen nahmen auch hier PS-starke Eigenbau-Fahrzeuge, wie der "Schreckliche Sven", Baujahr 2018, mit 1.000 PS, von Sven Arnstedt aus Bensdorf (Platz 3, Kategorie 1), teil. Der jüngste Teilnehmer beim Pulling war der zwölfjährige Jano Charnstedt aus Bensdorf (Platz 2, Kategorie 1). In der Klasse 1 (1,5 bis 25 Tonnen) siegte Michael Buhl mit 95 Metern. In Kategorie 2 (Belarus/ZT) siegte Manuel Gaubatz vor Andreas Wiesensee und Carsten Wiesensee. In Kategorie 3 (John Deere/Fend) gingen die ersten drei Plätze an Robert Fabig, Thomas Lummert und Marcus Blume. Auf dem Treppchen in der offenen Kategorie 4 standen Tobias Fredrich, der als einziger Teilnehmer den "Full Pull" mit 100 Metern schaffte, sowie Thomas Muschert und Harry Lehmann.

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