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Grünauer Fenn
Wirtschaftsminister Steinbach besuchte Augenoptiker- und Optometristeninnung in Rathenow

Landesinnungsmeister Gunther Schmidt (li.), Landtagsabgeordnete Katja Poschmann mit Wirtschaftsminister Jörg Steinbach  beim Rundgang durch das Ausbildungszentrum.
Landesinnungsmeister Gunther Schmidt (li.), Landtagsabgeordnete Katja Poschmann mit Wirtschaftsminister Jörg Steinbach  beim Rundgang durch das Ausbildungszentrum. © Foto: Weber
Simone Weber / 21.10.2019, 18:33 Uhr
Rathenow Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) besuchte am Montag mit der westhavelländischen Landtagsabgeordneten und Parteifreundin Katja Poschmann die Augenoptiker- und Optometristeninnung in Rathenow. Nach einem Rundgang durch die Ausbildungsräume im Grünauer Fenn wurden Möglichkeiten zur Stärkung des Optikstandorts Rathenow besprochen.

"Unser Ausbildungszentrum ist laut Fachleuten die technisch am modernsten ausgestattete Ausbildungsstätte auf ihrem Gebiet in Deutschland", so Gunther Schmidt, Chef der Augenoptiker- und Optometristen-Innung des Landes Brandenburg, die im Objekt ansässig ist. "Selbst europaweit gibt es kaum etwas Vergleichbares." Gerade durch die mit modernen technischen Geräten ausgestatteten Unterrichtsräume finden Azubis, Studenten und Augenoptiker hier hervorragende Bedingungen.

"Der Clou wäre, wenn wir es schaffen würden, auch Hersteller dieser High-Tech-Geräte in die Region, nach Rathenow zu holen", so Wirtschaftsminister Steinbach. "Gerade eine nötige serviceorientierte Betreuung vor Ort der mit dieser Technik ausgestatteten Augenoptiker im Land wäre so besser gegeben", ergänzte der Landesinnungsmeister. In der Weiterbildung von Augenoptikermeistern zum Optometristen, zur spezialisierten und immer wichtiger werdenden Augenvermessung, sehen Innung und Handwerkskammer (HWK) Potsdam die Zukunft des Augenoptikerhandwerks.

Die HWK sei bundesweit die erste gewesen, die die Qualifizierung "Optometrist (HWK)" anerkannt hat und damit auch bundesweite Standards gesetzt hätte, so Handwerkskammer-Präsident Robert Wüst. "Damit war das Land Brandenburg auf diesem Gebiet bahnbrechend."  Im Jahr 2016 wurde zudem, in Kooperation mit der  Technischen Hochschule Brandenburg, der Studiengang Augenoptik und Optikgerätetechnik neu eingerichtet.

"Rathenow sollte man nicht nur als Standort der Optischen Industrie sehen, sondern ebenso – und dies auch in der Außenwirkung – als Ausbildungsstandort auf diesem Gebiet und so auch stärken", war sich Katja Poschmann mit den Innungsvertretern und dem Wirtschaftsminister einig. "Gerade auch in Konkurrenz zu anderen Studienorten wie München, Köln, Jena, Berlin und Aalen." Dazu sei ein besseres bundesweites Marketing nötig, auch mit Unterstützung der Kommunen.

Ferner wurden Möglichkeiten der Aufwertung der Weiterbildung zum Optometristen diskutiert, auch auf europäischer Ebene. "Es geht um eine höhere Qualität, damit verbundene bundesweite Standards und die entsprechende Anerkennung", so Landesinnungsmeister Schmidt.

Demnächst ist am Standort eine bauliche Erweiterung für weitere dringend benötigte Ausbildungsräume geplant. Die Gesamtinvestition soll rund 1,1 Millionen Euro betragen. Infos zur Augenoptiker- und Optometristen-Innung gibt es auf aoi-brandenburg.de.

Im Anschluss an den Besuch im Grünauer Fenn traf sich Wirtschaftsminister Steinbach, gemeinsam mit Premnitz’  Bürgermeister Ralf Tebling (SPD), zu einem Informationsgespräch mit der Geschäftsführung der Richter Recycling GmbH, die sich im Industriepark Premnitz auf den Flächen der ehemaligen Viskose ansiedeln wird.

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