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Handball-Oberliga
Handballer des SV 63 Brandenburg-West fanden keine Einstellung gegen Tegel

02.12.2019, 14:00 Uhr
Berlin Beim VfL Tegel erlebten die Handballer des SV 63 Brandenburg-West wieder einen kleinen Rückschlag, nach den zuletzt guten Auftritten in der Handball-Oberliga Ostsee/Spree. Trainer Sven Schößler war nicht nur verärgert über die klare 20:29-Niederlage, sondern auch über die Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentierte: "Immer wenn wir die Chance haben in der Tabelle vor zu rücken, scheinen wir eine Blockade im Kopf zu haben."

Nur einen kurzen Moment schienen die Brandenburger die Kurve in Berlin zu bekommen. Nach einem 1:4-Rückstand in der 7. Minute, glichen sie bis zur 13. Minute zum 5:5 aus. Doch es war nicht die Kehrtwende. In der Abwehr bekamen die Gäste keinen Zugriff, in der Offensive leisteten sich die West-Männer zahlreiche technische Fehler. Die Gastgeber hatten sicherlich Defizite in der Spielgestaltung, in puncto Einsatzwillen waren sie den Brandenburgern aber meilenweit voraus. Zur Halbzeit lagen sie verdient mit 14:9 vorn.

Auch in der Kabine gelang es Trainer Schößler nicht in die Köpfe seiner meisten Spieler mental vorzudringen. Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte stellte er fleißig um, doch keine Maßnahme fruchtete. Was den Coach zum Ende hin besonders nervte, war die mangelnde Disziplin, als seine Schützlinge die Schuldigen für die abzuzeichnende Niederlage in den beiden Schiedsrichterinnen suchten.

"Für die meisten war es ein gebrauchter Tag. Der Rückraum kam überhaupt nicht zum Tragen", kritisierte Schößler. Die Bilanz war in der Tat indiskutabel. Sebastian Ackermann blieb ohne Tor und auch die beiden Zwillinge Philip und Tom Kryszon, kamen auf nur je einen Treffer. "Man muss den Beiden aber auch einmal einen schlechten Tag zugestehen", sagte der West-Trainer, der damit dem Brüder-Paar nicht die alleinige Schuld für die Pleite geben wollte.

Es gab ja auch einige Lichtblicke im West-Team. Steven Nhantumbo konnte nach langer Zeit mitwirken und steuerte gleich drei Tore bei. Weiterhin überzeugten Felix Meysel, mit fünf Treffern bester West-Torschütze, sowie Nick Stenzel und die beiden Torhüter Jurij Benkedorf und Oskar Müller, ohne die die Niederlage noch höher ausgefallen wäre. Positiv sah der Coach auch dass sein Sohn Max seinen 20-minütigen Einsatz ebenfalls ohne Beeinträchtigung durchziehen konnte.

Kommenden Samstag (7. Dezember) geht es erneut nach Berlin. Bei der Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 möchte Sven Schößler eine Reaktion seiner Mannschaft sehen.

SV 63: Benkendorf, Müller, Wybranietz 2/2, Witt 1, Schößler, Nhantumbo 3, Meysel 5, Stenzel 4, Habermann, Mandler, Fleishcer 3, P. Kryszon 1, T. Kryszon 1, Ackermann.

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