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Fotoprojekt
Klimawandel im Lehniner Rathaus

BRAWO / 03.12.2019, 11:23 Uhr
Brandenburg an der Havel Bilder von Wäldern, Seen- und Sandlandschaften aus der Mittelmark sindbis März 2020 im Erdgeschoss des Lehniner Rathauses zu sehen. Bürgermeister Uwe Brückner eröffnete am Dienstag, 2. Dezember, die Ausstellung der Foto-AG der Lehniner Heinrich Julius Bruns Gesamtschule.

Kreiert wurden die Werke von 26 Schüler und in Werder lebende Flüchtlingskinder zwischen zehn und 16 Jahren während eines FotoProjektes mit der Projektkoordinatorin Stephanie Krusche. Dargestellt wurden Orte, die in der Region den Klimawandel nachempfinden lassen. Durch die Kooperation mit dem Lehniner Institut für Kunst und Kultur hatten die Jugendlichen die Chance, zusammen mit Künstlern verschiedene Techniken auszuprobieren, die sie im Schulunterricht nicht lernen. Sie betrachteten das Thema "Klimawandel" aus verschiedenen Perspektiven. Was die Jugendlichen bewegt, haben sie in Bildern umgesetzt. Sie tragen dazu bei, die Augen für diese wichtige Problematik zu öffnen. Mit der Künstlerin Leticia Norkeit erstellten sie zudem ein Poadcast-Beitrag, der sich mit der Plastikverschmutzung beschäftigt. Beteiligt an dem Projekt war auch der Fotograf Sacha Montag, der u. a. in der Mongolai Klimaflüchtlinge begleitete und ihr Leben dokumentierte sowie der Lehrer Jens Polzin.

Die 15-jährige Isabell aus Göhlsdorf fotografierte eine Ulme, die 1992 im Lehniner Skulpturenpark von der Sozialministerin Regine Hildebrandt gepflanzt wurde. Der Baum ist inzwischen vertrocknet und seine Überreste markierte eine Künstlerin farbig. Deutlich auf den Fotos zu sehen sind die Schäden an der Rinde, die Schädlinge verursacht haben. Der 12-jährige Marvin hat hingegen einige Fotos mit einer App veredelt.

Während des Projekts besuchten die Kinder zudem Waldbrandgebiete. "Es ist beeindruckend, inmitten von verbrannter Erde zu sehen, wie frisches Grün aus dem Boden dringt oder wie das Wasser aus Seen verschwunden ist so dass jetzt Sandbänke sichtbar werden", berichtet Projektkoordinatorin Stephanie Krusche. "Die Werke mahnen uns, umweltbewusster zu sein. Schließlich haben wir nur eine Erde und müssen gegen das drohende Dilemma gemeinsam angehen. Es sind interessante Bilder entstanden und die Schüler/innen haben viel für das spätere Leben gelernt. Vielen Dank für diese tollen Impressionen, die die Aufenthaltsqualität im Rathaus erhöhen werden", sagt Bürgermeister Uwe Brückner.

Gefördert wird das Fotoprojekt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

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