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Brandenburg an der Havel
Hilfsangebote zur Unterstützung von Risikogruppen

Hilfe ist nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll und sollte nur als Nur unmittelbare Familien-/Nachbarschaftshilfe erfolgen oder durch das DRK koordiniert sein.
Hilfe ist nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll und sollte nur als Nur unmittelbare Familien-/Nachbarschaftshilfe erfolgen oder durch das DRK koordiniert sein. © Foto: Pixabay
BRAWO / 26.03.2020, 11:00 Uhr
Brandenburg Viele Menschen haben die Appelle der Stadt, der medizinischen und der öffentlichen Einrichtungen wahrgenommen, dass derzeit besonders der Schutz sogenannter Risikogruppen gefragt ist, also jener Personen, die bei einer Coronavirus-Infektion mit höherer Wahrscheinlichkeit einen schweren Verlauf erleiden. Dies betrifft vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen wie z.B. Herzerkrankungen, Diabetes oder Lungenerkrankungen. Die wichtigste Botschaft lautet nach wie vor: Bitte Abstand halten.Damit sich diese Personen nicht durch Einkäufe und Versorgungsgänge selbst den Kontakten zu anderen Menschen aussetzen, sind sie auf die Unterstützung durch ihre unmittelbaren Familienangehörigen angewiesen. Sollte diese Hilfeleistung innerhalb der Familien nicht möglich sein, so können die betroffenen Risikogruppen sich auch von Nachbarn oder anderen Mitmenschen helfen lassen.

Jedoch sollten diese Hilfsangebote möglichst nur über folgende Wege erfolgen: Unterstützung eines direkten Nachbarn im Haus durch Aushänge, wie z.B. mit Vorlagen von www.wbg-brandenburg.de oder www.wobra.de angeboten; Registrierung bei der gemeinsamen Initiative von DRK und dem Stadtmarketing unter www.team-brandenburg-havel.deTel.: 03381 630 660, E-Mail: hilfe(at)drk-brandenburg-havel.de

Aber Freiwillige können sich und die zu versorgenden Menschen durch Nachbarschaftshilfe auch gefährden. Daher ist es bei aller Hilfsbereitschaft sehr wichtig, strenge Regeln zum Schutz der Betroffenen einzuhalten. So sollte beispielsweise ein Risiko-Haushalt möglichst nur von einer Person (einem Familienmitglied oder einem Nachbar) Einkäufe entgegennehmen. Kontaktvermeidung gilt bei der Hilfe für andere Menschen in Zeiten der Corona-Krise als oberstes Gebot.

Bevor Sie helfen, fragen Sie sich zunächst: Waren Sie in den letzten Wochen viel in Kontakt zu fremden Personen?; Gehören Sie möglichweise selbst einer Risikogruppe an, z.B. weil Sie eine Vorerkrankung haben?; Haben Sie derzeit irgendwelche Krankheitssymptome, egal welcher Art?

Falls eine dieser Bedingungen auf Sie zutreffen, sehen Sie bitte davon ab, Ihre Hilfe für die Risikogruppen anzubieten.

Wenn Sie alle Fragen mit "nein" beantworten können und ehrenamtlich für eine/n Nachbarin/Nachbarn oder über das DRK einen Einkaufsdienst übernehmen wollen, so beachten Sie bitte diese Empfehlungen der Freiwilligenagentur Halle: Übernehmen Sie nur einen Haushalt, aber erledigen Sie möglichst alle Einkäufe für diesen.; Notieren Sie sich Telefonnummer und genaue Adresse, sowie weitere wichtige Hinweise (Welcher Stock? Was steht auf dem Klingelschild?); Stellen Sie sich telefonisch vor, erklären Sie Ihre Beweggründe und "überrennen" Sie die Personen nicht mit dem "Geschäftlichen". Geben Sie auch Ihre Kontaktdaten und Erreichbarkeit an.; Klären Sie genau, was benötigt wird und wie/wann die Bezahlung der Einkäufe erfolgt (Empfehlung: Das Einkaufsgeld (Einschätzung der benötigten Summe, Tendenz eher nach oben) wird in Bargeld zusammen mit dem Einkaufszettel in einen Briefumschlag gelegt und unmittelbar vor Abholung auf dem Treppenabsatz, bzw. vor der Haustüre hinterlegt); Stellen Sie abschließend die Einkäufe zusammen mit den Einkaufsbelegen (Bons) und ggf. Restgeld vor die Wohnungstür (z.B. auf den Treppenabsatz) und informieren Sie den/die Empfänger/in im selben Moment telefonisch oder per Klingel, dass Sie es abgestellt haben.; Vermeiden Sie generell nach Möglichkeit jeden persönlichen Kontakt und klären Sie Fragen und Anliegen telefonisch.

Diese Maßnahmen mögen befremdlich scheinen, sind aber in der aktuellen Situation die beste Möglichkeit, um Menschen zu helfen, statt sie zu gefährden. Bitte nehmen Sie an keinen "Hilfsinitiativen" teil, bei denen Sie in größeren Gruppen gemeinsam Erledigungen übernehmen. Wer wirklich helfen möchte und keine direkten Familienmitglieder oder Nachbarn unterstützen kann, meldet sich bitte beim DRK unter www.team-brandenburg-havel.de, Tel.: 03381 630 660, E-Mail: hilfe(at)drk-brandenburg-havel.de

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