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Teurere Variante macht das Rennen

Peter Kristke, stellvertretender Bürgermeister.
Peter Kristke, stellvertretender Bürgermeister. © Foto: Achilles
Patrik Rachner / 15.02.2017, 21:29 Uhr
Dallgow-Döberitz (MOZ) Nicht jeder ist zufrieden, doch ist nun eine weitgehend akzeptable, obgleich teurere Lösung gefunden: Im Zuge der geplanten Hort- und Schulerweiterung in Dallgow ist am Dienstagabend der weitere Weg während einer Versammlung von Kommunalpolitikern, Verwaltung und etwa der Elternschaft vorgezeichnet worden. Die neue Variante für den Ausbau des Grundschulstandortes an der Steinschneiderstraße, wonach am bestehenden Hauptgebäude ein Verbinder entstehen soll, der mit einem dann neuen dreigeschossigen Gebäude (UG/EG/OG) gekoppelt wird, ist damit wohl mehrheitlich beschlussfähig am kommenden Mittwoch während der dann anberaumten Gemeindevertretersitzung.

"Wir können mit der Kompromisslösung leben, weil sie gut für die Kinder ist, wenngleich die finanzielle Belastung deutlich größer wird. Nun müssen wir sehen und überlegen, welche Projekte dafür zurückgestellt werden", betonte und mahnte Peter Kristke, stellvertretender Bürgermeister, am Mittwoch zugleich. Statt 3,7 Millionen Euro müssen nun wohl rund 4,9 Millionen fließen, um das für Dallgow äußerst wichtige Infrastrukturprojekt vor dem Hintergrund steigender Schülerzahlen stemmen zu können.

Entstehen sollen nach Fertigstellung mehr Räume. Während der Bauphase, die noch in diesem Jahr beginnen soll, kommt es sowohl für Schüler und Lehrer als auch mit Blick auf die Hortbetreuung etwa zu Lärmbelastungen, die allerdings so gering wie möglich gehalten werden sollen, so der Wunsch vieler. Räumliche Engpässe können den Angaben zufolge durch Tauschaktionen im Zusammenspiel mit dem Hort aufgefangen werden. In der Bildungsstätte können nach Beendigung der Arbeiten insgesamt 18 Klassenräume genutzt werden. Zudem sollen 401 Hortkinder am Standort betreut werden. Der Flachbau wird abgerissen. "Ich denke, wir schaffen ausreichend Kapazitäten für die Zukunft", meinte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Ralf Böttcher (CDU), der Forderungen nach einem Komplettneubau der Schule wie die Verwaltung ablehnte. Auch der Standort an der Bahnhofstraße fiel in Summe durch, weil möglicherweise dort irgendwann eine neue Sporthallen entstehen könnte.

Nichtsdestotrotz gab es auch kritische Töne. "Rund fünf Millionen Euro sollte man in eine zukunftssichere Lösung investieren anstatt eine alte Notlösung mit Mühe am Leben zu erhalten", sagte Peter-Paul Weiler, Grünen-Fraktionsvorsitzender. "Wir brauchen natürlich mehr Räume und werden uns deshalb den Plänen nicht entgegenstellen. Wir hätten aber im Neubau deutlich mehr Potenzial für die Zukunft gesehen." Die Vorsitzende der Elternkonferenz, Andrea Lampe, sagte: "Für die Schüler wäre es sicher sinnvoll gewesen, ein Gebäude an der Bahnhofstraße zu bauen. Das hätte mit Blick auf Lärm, Umquartierung & Co. weniger Stress bedeutet. Auf einer Großbaustelle zu lernen, wird sicher schwierig."

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