Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de
Logo Brandenburger Wochenblatt
Unser Gewinnspiel zu Weihnachten - Heute 100€ gewinnen

Personalaufstockung bleibt ein Thema

Wie viele Kommunen hat auch die Gemeinde Wustermark ab und zu mit Personalproblemen zu tun.
Wie viele Kommunen hat auch die Gemeinde Wustermark ab und zu mit Personalproblemen zu tun. © Foto: Rachner
Patrik Rachner / 17.06.2017, 00:02 Uhr
Wustermark (MOZ) Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) denkt erneut über eine Aufstockung des Personals in der Kernverwaltung nach. Warum? Die Anforderungen wachsen, weil immer mehr Entwicklungsprojekte realisiert werden müssen. Bislang sind 37 Mitarbeiter im Rathaus beschäftigt. Eine politische Bewertung dazu muss allerdings noch erfolgen. Wann das sein wird, ist noch unklar.

Da nun auch das Bürgeramt der Gemeinde von personellen Engpässen betroffen ist und deshalb die Notwendigkeit bestehe, die Öffnungszeiten zu verändern, passt das gewissermaßen ins Bild. So entfallen die Öffnungszeiten am Montag und Freitag bis auf Weiteres gänzlich, mittwochs ist ohnehin Ruhetag. Die telefonische Erreichbarkeit an diesen Tagen sei aber gegeben.

Indes hat der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Oliver Kreuels (CDU), eine Lösung des Problems angemahnt. "Dass das Bürgeramt vorübergehend nur noch an zwei Tagen für persönliche Gespräche vor Ort konsultiert werden kann, ist bedauerlich. Es ist sicherlich sinnvoll, mehr Bestandskräfte der Verwaltung anzulernen, damit der Publikumsverkehr aufrecht erhalten werden kann. Nur zwei Termine anbieten zu können, ist schlicht zu wenig, zumal erfahrungsgemäß vor den Sommerferien viele Menschen noch etwas zu erledigen haben. Für dringende Fälle müssen Lösungen gefunden werden", sagte er.

Mit dem unerwarteten Phänomen von Langzeiterkrankten haben gleichwohl viele Verwaltungen - auch im Havelland - zu kämpfen. "Wir können auf unvorhersehbare Ereignisse leider nur sehr schwer reagieren und deshalb nicht unendlich flexibel sein. Das Personalkorsett ist eng gebunden. Und eine Urlaubssperre wollen wir für unsere verdienten Mitarbeiter auch nicht auferlegen. Härtefälle wollen wir gleichwohl unbedingt vermeiden. Es ist sicherlich möglich, telefonisch kurzfristig Termine zu bekommen", so Bürgermeister Schreiber, der seiner Verwaltung eine extreme Leistungsfähigkeit, die auch vom Landkreis geteilt werde, attestiert.

Mit Blick auf die allgemeine Personalsituation will der Verwaltungschef das Gespräch mit der Politik suchen. Wenngleich die Personalkosten natürlich schon jetzt einen großen Haushaltsposten einnehmen, die Verwaltung in Wustermark aber nicht überproportional besetzt sei, müssten in absehbarer Zeit allerdings Lösungen gefunden werden. Denn: Wustermark wird weiter wachsen. Aktuell leben in der Gemeinde rund 9.100 Menschen, weitere 3.000 können in den kommenden sechs Jahren dazu kommen, schließlich wird vor dem Hintergrund zahlreicher Bauprojekte Wohnraum geschaffen. "Wir sind Dienstleiter für unsere Bürger. Mit der steigenden Einwohnerzahl werden auch die Anforderungen größer, soviel ist klar. Wir als Verwaltung optimieren uns aber auch stets selbst, um noch effektiver arbeiten zu können. Wir werden uns sicherlich auch konzeptionell weiterentwickeln", betonte Schreiber.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG