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Fontaneroute
Geschichte und Geschichten erradeln

Fontanes Schauergeschichten über seinen Besuch der Falkenrehder Kirche erfahren die Radler auf der künftigen Fontaneroute.
Fontanes Schauergeschichten über seinen Besuch der Falkenrehder Kirche erfahren die Radler auf der künftigen Fontaneroute. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 11.03.2018, 08:54 Uhr
Ketzin/Havel (BRAWO) "Das ist ein Schädel, nicht mehr und nicht weniger. Wo aber steckt der Beweis, dass es der Schädel eines Enthaupteten ist?", schrieb Theodor Fontane (1819 - 1898) in seinen bekannten "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Darin ist der gesamte Dialog zu seinem Besuch der Gruft in der Falkenrehder Kirche ebenso nachzulesen, wie die Geschichte der Besuche von König Friedrich Wilhelm III. in Falkenrehde, wenn er an schönen Sommerabenden aus dem benachbarten Paretz kommend, seinen Tee in der Falkenrehder Pfarre einnahm.

Alles über das damalige Leben in Falkenrehde werden die Radtouristen erfahren, wenn sie aus Potsdam kommend auf der künftigen Fontaneroute den Ort besuchen. Diese in Vorbereitung befindliche Fontaneroute beginnt in der Landeshauptstadt, führt über Ketzin/Havel, Brandenburg, Rathenow und Ribbeck nach Neuruppin, Fontanes Geburtsstadt. Die Lokale Aktionsgruppe Havelland (LAG), die Landkreise Havelland und Ostprignitz-Ruppin sowie mehrere andere Institutionen haben dieses überregionale kultur-touristische Gemeinschaftsprojekt gestartet. Die Hauptroute wird durch "Entdeckertouren" zu weiteren Orten ergänzt. Wie die LAG kürzlich die einbezogenen Kommunen informierte, sollen in ausgewählten Orten attraktive Stelen oder Tafeln installiert werden, auf denen Fontanes Schilderungen zu den Orten modern und interessant aufbereitet sowie Interessantes aus dem Ort und der Region vermittelt wird.

Geplant ist auch über das Internet eine digitale Vermittlung des Angebotes. Nach dem jetzigen Stand der Vorbereitungen wird die Hauptroute auf vorhandenen Radwegen verlaufen. Die Gesamtstrecke wird in Tages- und Ausflugsetappen unterteilbar sein.

Ketzins Bürgermeister Bernd Lück begrüßt das Vorhaben, insbesondere auch weil es überregional angelegt ist. Wie er informierte, sollen in Paretz, Falkenrehde und Etzin solche Informationsstelen errichtet werden. "Bei der endgültigen Routenplanung wird den Organisatoren hoffentlich auffallen, dass es bei der Verknüpfung der Orte Defizite gibt", meinte er. Beispielsweise wenn die Radtouristen von Ketzin/Havel auf der radweglosen und nicht ungefährlichen Landstraße weiter zum einbezogenen Ort Etzin fahren. Deshalb hofft der Bürgermeister, dass vielleicht zum Fontanejahr die eine oder andere Lücke im Radwegenetz geschlossen wird. Für den Radweg nach Etzin liegen die Unterlagen bereits fertig in der Rathausschublade.

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