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Preisverleihung
„Wirtschaft ist auch politisch“

Daniela Trochowski (li.) und die Gewinnerinnen des Gesamtpreises Vanessa Schulz und Anne Julika Kamp.
Daniela Trochowski (li.) und die Gewinnerinnen des Gesamtpreises Vanessa Schulz und Anne Julika Kamp. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 18.06.2018, 16:32 Uhr - Aktualisiert 19.06.2018, 11:16
Nauen (Silvia Passow) Vergangenen Mittwoch ehrten Schulleitung und Schirmherr und -Dame Schüler am Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen für ihre außergewöhnlichen Leistungen mit einem Wirtschaftspreis. Die Veranstaltung ließ den anwesenden Schüler/innen ausreichend Raum, um den „Schirmherren“ Daniela Trochowski, Staatssekretärin für Finanzen im Land Brandenburg, und Michael Stober, Geschäftsführer des Landgutes Stober in Groß Behnitz, Fragen rund um das Thema Wirtschaft und Nachhaltigkeit zu stellen und mit ihnen zu diskutieren.

Den Preis für Nachhaltigkeit übergab Michael Stober. Sein Landgut wurde bereits mehrfach als nachhaltigstes Hotel Deutschlands prämiert. Den Wirtschaftspreis für Nachhaltigkeit erhielt Vivienne Hackbarth. Die Achtzehnjährige plante, erstellte und führte eigenständig ein Planspiel zum Thema Korruptionsbekämpfung durch. Gelobt wurde sie für ihren wissenschaftlichen Ansatz, die Qualität und Aktualität ihrer Arbeit.

Für die Entwicklung einer Schülerfirmen-App erhielten gleich mehrere Schüler die begehrte Auszeichnung. Die Schulfirmen InSide SGmbH und McVinci SGmbH hatten sich durch ihre zielstrebige und selbstständige Arbeitsweise den Preis verdient. Ihr Unternehmergeist fand viel Lob und Anerkennung. Die sechs Preise gingen hier an: Damian Kitzerow, Max Kullat, Arne Richter, Paul Wengel, Nina Weigelt und Freya Hoffmann.

Für ihre durchgängig hohe Begeisterung an der Projektarbeit „Karl Marx und die Zukunft der Arbeit“ wurden Richard Köller und Viktor Momirovic ausgezeichnet, wobei Letzterer wegen Krankheit den Preis nicht persönlich entgegennehmen konnte.

Den Gesamtpreis überreichte Daniela Trochowski an die Schülerinnen Vanessa Schulze und Julika Kamp. Schulze hatte sich in ihrer Arbeit: „Das bedingungslose Grundeinkommen - Zukunftsfähiges Konzept oder Utopie?“ gewidmet. Kamp war der Frage nach dem Einfluss der Sozialen Medien auf Jugendliche und deren Kaufverhalten nachgegangen. Beide Arbeiten wurden für ihren herausragenden Inhalt und ihre Wissenschaftlichkeit gewürdigt.

Wirtschaftliche Grundbildung steht im Fokus des Leonardo-da-Vinci-Campus. Die Wirtschaftspreise werden jährlich vergeben. Neben Blumen und der Urkunde erhalten die Preisträger eine Statuette in Form eines Stiers. Dieser soll für Kraft, Widerstandsfähigkeit und Durchhaltevermögen stehen. Geschäftsführerin und pädagogische Gesamtleiterin am Campus, Irene Petrovic-Wettstädt, zeigte sich beeindruckt von den Leistungen ihrer Schüler. „Wir vergeben diesen Preis seit zehn Jahren. Die Themen, die von euch bearbeitet werden, nehmen an Qualität zu.“

Nicht weniger zufrieden ist sie mit der Diskussionsrunde. Die Fragen ihrer Schüler an Trochowski und Stober sind vielschichtig, zeugen von einem breit gefächerten Interesse und unterschiedlichster Wahrnehmung. Trochowski selbst sagt: „Wirtschaft ist auch gesellschaftspolitisch.“ Und verweist dabei auch auf die Bindung des Campus an den Club of Rome. Und so nimmt eine muntere, von unterschiedlichen und auch sehr kritischen Fragen geprägte Diskussionsrunde ihren Lauf. Hier offenbaren die Schüler deutlich, wir können mehr als Computerspiele! Von der Wirtschaft geht es ruckzuck in die Philosophie, wieder zurück, Ökologie, Fragen zur toleranten Gesellschaft, Fragen zum Gendermainstream und der Finanzierung dahinter, bis zum Nah-Ost-Konflikt. Hier ging es durchaus kontrovers zur Sache. Die Schüler suchen Antworten, gut so. Eine eher philosophische Antwort gibt Michael Stober mit auf dem Weg. „Geld ist nicht der Sinn des Lebens. Probieren sie alles aus. Das macht sie wirklich reich.“

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