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Stadtfest
Ergebnisse des Demokratie-Forums vorgelegt

Manuela Dörnenburg, Liane Stawemann-Walter, Heiko Müller, Stefan Settels und Ulf Hoffmeyer-Zlotnik inspizieren die zu Papier gebrachten Wünsche der Falkenseer.
Manuela Dörnenburg, Liane Stawemann-Walter, Heiko Müller, Stefan Settels und Ulf Hoffmeyer-Zlotnik inspizieren die zu Papier gebrachten Wünsche der Falkenseer. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 07.09.2018, 10:50 Uhr
Falkensee Auf dem Stadtfestwaren die Falkenseer aufgerufen, ihre Wünsche, Anregungen, Ideen und Kritiken für Falkensee im Rahmen des Demokratie-Forums auf Papier zu bringen. Die Ergebnisse konnten am Dienstag im Rathaus in Augenschein genommen werden. Mit dabei Bürgermeister Heiko Müller (SPD), die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Manuela Dörnenburg, Stefan Settels, der im Juni die Koordination für die Partnerschaft für Demokratie in Falkensee übernahm, die Geschäftsführerin des Arbeitersamariterbundes (ASB) - Ortsverband Nauen, Liane Stawemann-Walter und Ulf Hoffmeyer-Zlotnik, verdientes ASB-Urgestein und Geburtshelfer für die Partnerschaft für Demokratie in Falkensee.

Was bewegt die Falkenseer?

Sechzehn bunte Zettel liegen auf dem Tisch. Wirklich? Mehr wünschen sich die Falkenseer für ihre Stadt nicht? „Es kamen schon deutlich mehr Leute zu uns an den Stand“, sagt Stefan Settels. „Die fanden ihre Botschaft dann schon auf der Pinnwand wieder.“ Zu finden sind hier ganz unterschiedliche und doch manchmal verwandte Themen. „Viele der Anregungen befassen sich mit der Infrastruktur. Das hat mich dann doch etwas überrascht“, sagt Settels. Tatsächlich finden sich Schlagworte wie S-Bahn, Fußgängerzone in der Bahnhofstraße und mehr Parkraum im Innenstadtbereich auf dem bunten Papier wieder. Weiter wurden, unter anderen, ein Musik-Café, ein Schwimmbad und der Wunsch nach Integration zu Papier gebracht.

Viele der benannten Wünsche oder Probleme sind bereits bekannt, versichert Bürgermeister Müller. „An vielen arbeiten wir bereits“, sagt er weiter. „Ein Musik-Café wird die Stadt sicher nicht errichten“, sagt er und fügt hinzu: „Wir wissen aber sehr wohl, dass so etwas fehlt.“ Und verweist dabei auf die Schließung des „Schrääg rüber.“In Sachen Parkraum ist die Stadt bereits unterwegs“, sagt er und der öffentliche Nahverkehr sei ein Thema.

Was die Belebung der Innenstadt angeht, stehen ja nun, mit dem Aus für das Seecarré, neue Türen offen. Und so offenbaren die Botschaften auf den Zetteln wenig Neues für Müller. Von jenen, die die Gelegenheit nutzten und am Samstag einen Zettel an die Pinnwand anhängten, hinterließen nur fünf Teilnehmer/innen ihre Kontaktdaten um über ihr Anliegen weiter informiert zu werden.

Die Partnerschaft für Demokratie

Seit 2015 gibt es das Projekt „Partnerschaft für Demokratie“ in Falkensee. Gefördert wird es vom Bund. Aktive Bürger/innen setzen sich hier gemeinsam mit Vertreter/innen aus der Verwaltung für eine demokratische Weiterentwicklung in den Kommunen ein. Das Projekt zielt auf mehr Jugendbeteiligung ab und positioniert sich gegen Rechtsextremismus. Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie finden in Falkensee jährlich Demokratiekonferenzen statt. 100.000 Euro standen dem Projekt 2018 zur Verfügung, 90.000 Euro kamen hierbei vom Bund. Den Rest gibt die Stadt dazu.

Unterschiedliche Projekte können von dem Geld finanziert werden. Ein Begleitausschuss, der sich aus Vertreter/innen unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Bereiche und der Stadtverwaltung zusammensetzt, bewilligt die entsprechende Anträge und stellt die Ergebnisse vor. Viele der Projekte der Partnerschaft widmen sich der Jugendförderung, unterstützen das Jugend-Forum, welches sich regelmäßig im „Egal“ in der Bahnhofstraße trifft. Mit der Partnerschaft für Demokratie sollen aber auch altersunabhängig möglichst viele Menschen angesprochen werden. „Viele Themenkreise laufen hier zusammen“, sagt Hoffmeyer-Zlotnik. Damit es so bleibt, hat Settels schon viele Pläne zu Veranstaltungen für den kommenden Herbst.

Manchmal werden Anregungen auch schnell umgesetzt

Auf einem der Zettel wurde darauf hingewiesen, dass es für älterer Mitbürger manchmal gar nicht so leicht ist, in Fragen der Digitalisierung mitzukommen. „Wie schaffen das die jungen Leute nur?“ Settels wusste, wer die Frage beantworten könnte. Ein Ausflug mit der Fragestellerin ins „Egal“ brachte zwar nicht die Antwort auf alle Fragen, der Anfang aber war gemacht.

Stefan Settels

Stefan Settels hat seit Juni die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie inne. Er tritt damit die Nachfolge von Matthias Hofmann. Der 1971 geborene Settels hat eine Ausbildung als Elektriker und studierte nach dem Zivildienst Sozialpädagogik. Nach zwölf Jahren in der Behindertenhilfe wechselte er zur Kinder,- und Jugendhilfe. Vor Aufnahme seiner Tätigkeit war er für ungefähr ein Jahrzehnt im Bündnis gegen Rechts aktiv. Er freut sich „auf viele gemeinsame Projekte mit der Stadt und dem ASB.“. Kontakt unter stefan.settels@asb-falkensee.de

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