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Bürgerpreis
Auszeichnung für den selbstlosen Dienst an der Gesellschaft

Silvia Passow / 05.12.2018, 15:26 Uhr
Falkensee 19 Menschen, die einem inneren Antrieb folgend, ihren selbst gewählten Aufgaben nachgehen, oft jahrelang, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. 19 Mal DANKE an Jene, die sich für die Stärkung der Gesellschaft einsetzen. Fünf von Ihnen wurden mit dem Bürgerpreis der Stadt Falkensee ausgezeichnet.

Den Dank der Gemeinschaft haben sich zweifellos alle Nominierten verdient. Wie bereits in den Jahren zuvor, konnten Bürger Bürger für den Preis vorschlagen. Insgesamt gab es 26 Zuschriften, am Ende hatte die Jury die schwierige Qual der Wahl. In dieser Jury fanden sich in diesem Jahr Pfarrerin Gisela Dittmer, der ehemalige Sportbeauftragte der Stadt Falkensee Karl Hoffmann, Redakteurin Marlies Schnaibel, Museumsleiterin Gabriele Helbig und der Kreishandwerksmeister Michael Ziesecke. Für jeden Nominierten fanden die Jury-Mitglieder anerkennende Worte und würdigten die Leistungen jedes Einzelnen.

Nicht alle Nominierten konnten die Würdigung entgegennehmen. Besonders tragisch: der Nominierte Jörg Kuntze ist während der Nominierungsphase verstorben. Sein Wirken und seinen besonderen Einsatz für die Kirche würdigte Pfarrerin Dittmer in ihrer Laudatio.

Für ihren besonderen Dienst an der Gesellschaft geehrt

Uta-Gerwisa Gerhardt bringt wieder Licht in von Schatten überdeckte Lebensläufe. Seit 2011 ist sie als ehrenamtliche Schuldnerberaterin tätig. Sie steht verzweifelten Menschen zur Seite und findet gemeinsam mit ihnen Perspektiven, wo diese keine mehr zu sehen glaubten. Dafür erhielt sie den Bürgerpreis 2018.

Martina Sattler ist Gründungsmitglied des TSV Falkensee und hat sich dort als vielfältiges Organisationstalent einen Namen gemacht. Ihre Energie, ihre Einsatzfreude und ihr Talent, andere zu begeistern, wurden mit dem Bürgerpreis 2018 ausgezeichnet.

Ute Jahnke wurde schon mehrfach für ihr unermüdliches Engagement in der Oberschule Falkensee nominiert. Sie sei keine, die lange jammert, sie packe an, sagte Schnaibel in ihrer Laudatio und zitiert aus dem Ärzte-Song: „Es ist nicht deine Schuld, wenn die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“

Silke Boll setzt sich auf vielfältige Weise für die Rechte behinderter Menschen ein. Bis zum Herbst war sie Vorsitzende im Beirat zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Mit ihrer freundlichen Vehemenz hat sie sich Respekt, aber auch viele Zuhörer verschafft. Zur Preisverleihung war Boll nicht anwesend, sie wird ihre Auszeichnung zu einem späteren Zeitpunkt entgegennehmen.

Heiko Hackbarth ist ausgebildeter Rettungsschwimmer und hat 2014 den Ortsverband der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) gegründet. „Leben retten! Eine größere ehrenamtliche Aufgabe gibt es nicht“, sagte Gabriele Helbig in ihrer Laudatio. Hackbarth weilt zurzeit in Australien. Für ihn nahm sein Vater, Joachim Hackbarth, den Preis stellvertretend entgegen.

Den fünf Preisträgern überreichte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) die mit der Jahreszahl versehenen, und damit limitierten, Medaillen. Ab diesem Jahr finden alle Preisträger auch namentlich Erwähnung im Goldenen Buch der Stadt Falkensee. Sie ergänzen damit die Liste deren, die bereits in den Jahren zuvor für ihren ehrenamtlichen und unermüdlichen Dienst an der Gesellschaft geehrt wurden. Mit dem Bürgerpreis wird seit 2008 ehrenamtliches Engagement gewürdigt.

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