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Rideplatz
Jugendliche schrauben Skater-Anlage zusammen

André Neidt vom Kreissportbund und Daniel Heinkelein von Gedo Skateranlagen aus München bauen mit  Kindern und Jugendlichen die Skater-Anlage auf.
André Neidt vom Kreissportbund und Daniel Heinkelein von Gedo Skateranlagen aus München bauen mit  Kindern und Jugendlichen die Skater-Anlage auf. © Foto: Manuela Bohm
Manuela Bohm / 06.12.2018, 11:59 Uhr
Rathenow (MOZ) Es ist Winter - das bemerken auch die Teilnehmer, die zuvor die  kostenfreien Fitnesskurse auf dem Rideplatz nutzten. In der dunklen Jahreszeit bleibt der Kurs ausgesetzt. Doch vorweihnachtliche Ruhe kehrt auf dem ehemaligen Reitplatz in der Straße Am Körgraben nicht ein.

„Rund 20 Jugendliche und junge Erwachsene sind täglich hier“, sagt André Neidt von Kreissportbund (KSB). Er koordiniert den Aufbau der Skate-Anlage. Wer regelmäßig in den vergangenen Tagen Am Körgraben entlang fuhr, konnte das tägliche Wachsen beobachten. Mit Planer und Konstrukteur Daniel Heinkelein von Gedo Skateanlagen aus München setzen und schrauben die Jugendlichen seit gut einer Woche an ihrem neuen Freizeitangebot. „Wir haben uns zwei bis drei Wochen Zeit gegeben, um die Anlage aufzubauen. Doch durch die vielen Helfer, die hier täglich mitmachen, bleiben für die kommende Woche wohl nur noch Restarbeiten“, so Neidt.

Bevor die Holzkonstruktionen für die Anlage aufgestellt werden konnten, haben Firmen den Untergrund vorbereitet und eine Asphaltdecke gegossen. Auf der derzeitigen Fläche entstehen verschiedene Rampen. „Herzstück ist die Bowl, die eigentlich einen Quarter, eine London Gab und eine Quarterbowl vereinigt“, erklärt Neidt. Diesem Gegenüber entstand eine sogenannte Wall. Dazwischen sind kleinere Rampen aufgebaut. An den Rändern ist noch Platz. Können weitere Fördergelder akquiriert werden, könnten weitere Rampen aufgestellt werden. „Was jetzt entsteht, ist eigentlich nur ein Drittel, was mit den jungen Menschen in Rathenow erdacht und geplant wurde“, so Neidt weiter.

Erdacht und geplant ist der gesamte Platz mit Rathenower Einwohnern jeden Alters. Nach einer sogenannten Kick-Off-Veranstaltung im Februar 2017, bei der sich zahlreiche interessierte Jugendliche, Senioren und Vertreter von Vereinen und Institutionen über die Nutzung des Platzes  verständigten, wurden erste Projekte geplant und umgesetzt. Seither konnten eine Feuerstelle geschaffen und Outdoor-Fitness-Geräte aufgestellt werden. Im Juni dieses Jahres wurde der Platz offiziell eingeweiht, obwohl noch nicht alle Wünsche und Projekte umgesetzt waren.

Dies geschah, weil die Entwicklung und Nutzung des Rideplatzes dynamisch sein soll. So entstand beispielsweise auch der sogenannte Pumtrack für BMX-Fahrer erst sozusagen zwischendurch. „80 Kinder und Jugendliche haben in den Herbstferien 2017 mit Knete und Papier eine mögliche Bahn geschaffen - alle durften abstimmen, welcher Plan verfolgt werden sollte“, lobt Neidt das Interesse und Engagement der jungen Rathenower. Neben der Erweiterung des Projektes Skate-Anlage stehen ein Basketball- und ein Beachvolleyballplatz auf dem Wunschzettel.

Für die weitere Umsetzung braucht es aber weitere Mittel. Die Skate-Anlage kostet trotz Mitarbeit der Jugendlichen rund 86.000 Euro. Als Eigenanteile konnte dabei ein Teil der Förderung durch die Stiftung Lebendige Stadt und den Deutschen Olympischen Sportbund eingesetzt werden. Sie wählten Rathenow neben Stuttgart als Modellregion aus. 40.000 Euro flossen so in das Gesamtprojekt Rideplatz. Den Aufbau der Skate-Anlage unterstützen der Landkreis mit Geldern aus dem Programm „Goldener Plan Havelland“ sowie die Stadt Rathenow.

Um die Skate-Anlage in ihrem gesamten geplanten Umfang aufzubauen, müssten Gelder in Höhe von 350.000 Euro aufgebracht werden. „Diese Summe ist nicht auf einmal zu leisten. Wir wollen über die Jahre die weiteren Teil-Anlagen erwerben“, berichtet André Neidt, der  für sportorientierte mobile Jugendarbeit beim KSB zuständig ist.

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