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Jubiläum
Von der Bummi-Krippe zum Hort Havel-Kids

Marina Tierbach (li.) und Beate Hensel im Hort Havel-KIDS.
Marina Tierbach (li.) und Beate Hensel im Hort Havel-KIDS. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 10.01.2019, 19:59 Uhr
Ketzin/Havel „Nach vielen kleinen und großen Schwierigkeiten war es endlich soweit, am 17. Januar 1969 um 10 Uhr war unsere Eröffnung“, heißt es in einem der dicken Wälzer auf der ersten Seite. „Brigadebuch“ steht auf dem Einband. In diesen Tagen, zu den Feiern zum 50-jährigen Bestehen des Ketziner Hortes Havel-Kids, eine wunderbare Chronik in Wort und Bild.

Damals etwa zeitgleich mit der Wohnanlage Am Mühlenweg, der heutigen Europaschule und dem Kindergarten als Krippe mit 65 Plätzen gebaut, wurden im Januar 1969 die ersten Kinder in der „Bummi-Krippe“ begrüßt. Das war sie bis 1992. Dann wurde die Einrichtung Kinderkrippe und Kindergarten und seit 2006 werden in der ehemaligen Krippe nur noch die Hortkinder der Europaschule betreut. 170 sind es derzeitig. Zehn Mitarbeiter sorgen für die Bildung und Erziehung der sechs- bis zehnjährigen. 194 waren es in den 50 Jahren insgesamt, die sich um den Nachwuchs der Ketziner kümmerten. 1.189 Kinder sind es, die den Erzieherkollektiven von den Eltern seit 1969 anvertraut wurden, hat die heutige Leiterin des Hortes, Marina Thierbach, ausgerechnet.

Beate Hensel, heute 71 und in Rente, hat am 17. Januar 1969 die ersten Eltern mit ihren Jüngsten zwischen null und drei Jahren in der Bummi-Krippe begrüßt und hier auch Marina Thierbach ausgebildet. „Wir waren Ausbildungskrippe“, blickte die gelernte Kinderpflegerin mit dreijähriger Ausbildung heute zurück. „Sie war streng, aber gerecht“, lobte Marina Thierbach ihre damalige Mentorin, die von 1969 bis zum Jahre 2007 in der Einrichtung tätig war. „So habe ich Eltern, deren Kinder und wieder deren Kinder betreut“; blickt sie heute auf ein erfülltes Arbeitsleben zurück.

Die Arbeit mit den Kindern sei eine sehr schöne Arbeit gewesen, alle hätten sich gut verstanden, erzählte sie zum bevorstehenden Jubiläum. Noch heute lobt sie die medizinische Betreuung in den Krippe-Jahren. So sei damals allwöchentlich der Kinderarzt in die Krippe gekommen, hat die leicht erkrankten Kinder betreut, die vorgeschriebenen Impfungen vorgenommen und alljährlich gab es die Reihenuntersuchung.

Und größere Probleme habe es auch nie gegeben, sind sich beide Erzieherinnen einig. Bis auf den Sturm 1972. Da sei das Dach des benachbarten Kindergartens in das Gebäude geflogen. Glücklicherweise war die Einrichtung schon evakuiert. Das war sie auch bei zwei Gasalarmen in der Nähe. So ging alles gut aus.

Nun kann kräftig das Jubiläum des Hortes Havel-Kids begangen werden (was für kindgerecht, individuell, demokratisch und lebensfroh steht). Ein Name, den die Einrichtung 2013 auf Initiative der Erzieherinnen erhielt. Bereits zweimal erhielt die Bildungseinrichtung nach langer externer Beurteilung und Prüfung das Gütesiegel für gutes Qualitätsmanagement. Einziges Problem: Wie die Ketziner Schulen und Kitas platzt auch der Hort aus allen Nähten. So besteht die Hoffnung, dass in diesem Jahr angebaut wird. 40 zusätzliche Hortplätze sollen damit entstehen.

EINLADUNG

50 Jahre müssen gefeiert werden. Daher lädt der Hort Havel-Kids am 18. Januar ab 15 Uhr alle Interessierten, vor allem aber Kinder, die in der Einrichtung betreut wurden und ehemalige Kollegen, in den Mühlenweg 18 ein.

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