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Austritt
Lisa Price war einmal Genossin

Streitbar und umstritten: Lisa Price.
Streitbar und umstritten: Lisa Price. © Foto: privat
Th. Messerschmidt / 12.01.2019, 07:15 Uhr
Päwesin (MOZ) Lisa Price ist seit dem letzten Tag im Jahr 2018 nicht mehr Mitglied der SPD. „Lange habe ich mit mir gehadert. Partei sein heißt, Partei ergreifen und für Interessen in der Gesellschaft einzustehen, aber auch Partei gegen Interessen anderer zu ergreifen. All das schien mir in der SPD am Ende nicht mehr möglich“, begründet die Päwesinerin, die ihr politisches Wirken keinesfalls auf den heimischen Gemeinderat beschränkt hatte. Sie agierte als Vorsitzende des SPD-Landesarbeitskreises Wirtschaft und Energie, hatte nach eigenen Aussagen im SPD-Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer einiges bewegt. Dass sie nicht unumstritten ist, weiß sie, hatte aber dennoch auf eine Kandidatur bei der Landtagswahl 2019 gehofft. Die Genossen nominierten lieber Udo Wernitz, was letztlich wohl ausschlaggebend für den Abschied war. Lisa Price, die vor sieben Jahren in die SPD eingetreten war, erklärt ihren Ausstieg sportlich: „Wäre ich in den Tischtennisverein eingetreten, dann um Tischtennis zu spielen, hart zu trainieren, sich gegenseitig herauszufordern, um dann zusammen im Team gegen andere Mannschaften oder Vereine anzutreten. Ich wäre nicht in einen Tischtennisverein eingetreten, um meine eigenen Vereinsmitglieder zu diskreditieren, den am härtesten trainierenden Mitgliedern die Tischtennisplatte kaputt zu machen. In den sieben Jahren im SPD-Verein habe ich ähnliches erlebt. Die Genossen schaden sich gegenseitig. Sie wählen auf der Grundlage persönlicher Befindlichkeiten oder kaspern die Deals in Hinterzimmern ab. Geht das nicht, werden einfach Rahmenbedingungen geschaffen, die mit Demokratie nicht mehr viel gemein haben. Von Solidarität keine Spur.“

Ihr Parteibuch könne sie übrigens nicht zurückgeben, beteuert die Ex-Genossin, denn dieses sei ihr in sieben Jahren auch nach mehrmaligem Erinnern bis heute nicht überreicht worden.

Politik will Lisa Price nach eigenem Bekunden weiterhin machen, allerdings „eine Politik, wo der Zusammenhalt in der Familie und die Freiheit des Einzelnen zusammengehören und geschätzt werden. Mal sehen, welches Türchen sich öffnet.“

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