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Havelland-Kliniken
Neue Rettungswagen, mehr Personal, Modernisierung und Ausbau

Die Havelland-Kliniken GmbH haben auch 2019 viel vor.
Die Havelland-Kliniken GmbH haben auch 2019 viel vor. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 08.02.2019, 13:05 Uhr
Nauen Der Jahresabschluss für 2018 sehe gut aus, wieder schwarze Zahlen, vermeldete Havelland-Kliniken-Geschäftsführer Jörg Grigoleit. In allen Bereichen konnte mehr Personal eingestellt werden. Auch für 2019 sind Investitionen an den Standorten und in den Unternehmen der Havelland-Klinik Unternehmensgruppe geplant.

Personalwechsel

Was in der Brandenburger Politik erst kürzlich beschlossen wurde, wird in der Führungsetage der HavellandKlinik bereits gelebt. Es gab hier personelle Veränderungen, so ist Andreas Mäder jetzt Geschäftsführer des Medizinischen Dienstleistungszentrums Havelland. Die 2. Geschäftsführerin der Havelland Klinik Unternehmensgruppe, Annegret Randa, ist nun auch stellvertretende Verwaltungsdirektorin und Nora Schiller übernimmt die Geschäftsführung in der Sozialen Betreuungsgesellschaft Havelland. Damit sitzen vier Frauen und vier Männer in der Führungsspitze und verjüngt hat sich das Team, bei einem Altersdurchschnitt von Anfang 40, auch.

Eine neue Krankenpflege-Direktion befindet sich im Aufbau, in allen Bereichen konnte Personal eingestellt werden, etwa 20 Prozent entfielen auf die Verwaltung. Mit rund 2.000 Mitarbeitern ist die Gruppe der größte Arbeitgeber in der Region. Mit der Einführung der Personaluntergrenzen gab es laut Grigoleit keine Probleme. Für 2019 kündigt er neue Personalberechnungen an.

Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen, bleibt weiter ein Thema. Umso wichtiger, dass das neu geplante Ausbildungszentrum für Gesundheit und Pflege seine Zulassung erhalten hat. In der Modellausbildung sollen die Anwärter/innen auf die Pflegeberufe 3,5 Jahre lernen und mit einem Abschluss in Krankenpflege wie auch in der Altenpflege die Ausbildung beenden. 25 Plätze werden jedes Jahr zu vergeben sein. Auch derzeit laufen die Ausbildungsgänge an der Klinik gut, so Grigoleit.

Organisation neu gestalten

Bereits seit dem Vorjahr reift das Aufnahme- und Belegungszentrum. Die zentrale Anlaufstelle soll die Bettenbelegung koordinieren und die Stationen entlasten. Die einzelnen Abteilungen sollen besser ineinandergreifen, interdisziplinäre medizinische Leistung wird angestrebt.

Ein zweiter Herzkatheder Arbeitsplatz soll das Leistungsspektrum rund um die Katheder- Untersuchungen erweitern und die Notfallversorgung sicherstellen.

Ausbau der palliativen Versorgung

Mit drei Stützpunkten im Havelland, in Nauen, Rathenow und Premnitz, möchte die Havelland-Kliniken GmbH ihr Angebot an sterbenskranke Menschen vergrößern. Die Versorgung der Menschen, die sich auf Grund schwerer Krankheit am Lebensende befinden, soll im gesamten Havelland durch das Unternehmen sichergestellt sein.

Noch lange kein Normalfall ist die papierlose Patientenakte. Im Wohn-Pflegezentrum Wustermark wird die elektronische Akte eingeführt.

Am Standort in Nauen wird in den kommenden zwei Jahren die Rettungsstelle und der Intensivmedizinische Bereich ausgebaut. Um erst einmal die Rettungsstelle zu erreichen, braucht es Rettungswagen (RTW). Die ursprüngliche Flotte wird durch 16 neue Nachfolgemodelle ersetzt. Kostenpunkt pro Wagen: 220.000 Euro, inklusive des nötigen technischen Geräts. Dazu kommen 25.000 Euro pro Fahrzeug für die technische Aufrüstung in Sachen Telemedizin. Der Weg in die Klinik ist heute nicht einfach nur Strecke zurücklegen. Die Zeit im RTW wird genutzt und ermittelte Daten sofort ans behandelnde Krankenhaus weitergeleitet. Zeit ist nicht nur Geld, es ist Leben, eine durchaus sinnvolle Ergänzung. Auch die Notärzte bekommen neue Wagen, Stückpreis: rund 15.000 Euro. „Eine der modernsten Flotten in Brandenburg“, sagt Grigoleit nicht ohne Stolz.

Neben dem Fortschritt bei der medizinisch-technischen Ausstattung macht auch der Wandel in der Gesellschaft die Neuanschaffung notwendig. Die Zunahme an übergewichtigen Menschen stellt auch die Rettungsmediziner und den Transport vor neue Herausforderungen.

Die Havelland Klinik stellt sich auch 2019 Herausforderungen. Nicht zuletzt die Wiedereröffnung des Kreißsaales. Viele weitere Projekte stellt Grigoleit an diesem Tag noch vor. Als er die Einführung der Bezugspflege erwähnt, sagt er den Satz, der stellvertretend auch für alle anderen Maßnahmen stehen könnte. „Wir wollen die Lotsen des Patienten im Gesundheitssystem sein.“

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