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Gesundheitskonzept
Mit Unterschrift und Handschlag besiegelt

Holger Schreiber (li.) und Jörg Grigoleit unterzeichnen die Papiere für die Gesundheitskooperation der HVL-Kliniken und der Gemeinde Wustermark.
Holger Schreiber (li.) und Jörg Grigoleit unterzeichnen die Papiere für die Gesundheitskooperation der HVL-Kliniken und der Gemeinde Wustermark. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 12.02.2019, 19:00 Uhr
Nauen/Wustermark Eine gemeinsame Absichtserklärung, einen sogenannten „Letter of intent“, unterschrieben kürzlich Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) und der Geschäftsführer der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe, Jörg Grigoleit. Damit ist die Zusammenarbeit in Gesundheitsfragen in Wustermark gestartet.

Eine deutliche Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung in der Gemeinde selbst und mit Strahlkraft in die umliegenden Gemeinden ist das erklärte Ziel dieser Kooperation. Wustermark wächst, wie so viele Gemeinden im Osthavelland. Die gesundheitliche Versorgung an die Bedürfnisse der Einwohner anzupassen, war für Bürgermeister Schreiber ein wichtiger Schritt. Besonders Fachärzte fehlen. Und mit steigender Bevölkerungszahl steigt die Nachfrage nach Angeboten für die Seniorenbetreuung und Pflege.

„Zurzeit ist die medizinische Versorgung in Wustermark nicht auskömmlich“, sagt Schreiber. Mit der Unterschrift nähert sich der „Patient“ Wustermark deutlich und hoffentlich bald auch spürbar der Genesung. Rahmenbedingungen und Zeitpunkt seien optimal für das Projekt, sagt Schreiber.

Arztpraxen erhalten und weiterführen

Die Arztpraxis für Allgemeinmedizin von Dr. Harald Schultz und Dipl. med. Undine Schultz einmal weiterführen, sollte es den Bedarf geben, gehört zu einem der Teile der Vereinbarung. Ein Gesundheits- und Familienzentrum soll es im Ortsteil Elstal geben. Als Standort ist der zweite Bauabschnitt im Olympischen Dorf vorgesehen. Ob das Zentrum in einen sanierten Altbau zieht oder ein Neubau entsteht, das ist noch nicht geklärt. Wie die Fassade einmal aussehen wird, zeigt die Zukunft. Für das Innenleben gibt es schon genaue Vorstellungen. Haus- und Fachärzte sollen Tür an Tür mit Apotheke, Pflegestationen, Optiker, Hörgeräteakustiker und Sanitätshaus ihre Leistungen anbieten. Für die gesunden „Wohlfühlmomente“ sollen Frisör, Fußpflege und Kosmetik sorgen, ein Café oder Bistro rundet das Konzept ab.

Die Havelland Kliniken wollen hier Angebote zur Prävention schaffen, zum Beispiel aufklären über Herzinfarkt, Adipositas (Übergewicht) oder Vermeidung von Stürzen. Regionale Anlaufstellen und Netzwerke sollen hier entstehen beziehungsweise weitergeführt werden.

Eine Rettungswache

für Wustermark

„Hier können wir nur vermitteln. Träger wäre der Landkreis“, sagt Grigoleit mit Blick auf eine Rettungswache im Wustermarker Bereich. Schreiber strebt eine Rettungswache für Elstal an, das Grundstück wäre vorhanden. Die Feuerwache Elstal mit der Rettungswache zusammenzulegen, wäre sein Favorit. Dafür wäre das vorgesehene Grundstück zu klein, doch das ließe sich lösen, so Schreiber.

18 Kurzzeitpflegeplätze und 79 Heimplätze für Schwerkranke sollen im Herzen der Gemeinde im Pflegezentrum Wustermark gebaut werden. Mit Blick auf den Brunnenplatz und nahe des Rathauses. Eine Begegnungsstätte und ein Veranstaltungsraum sollen dort ebenfalls Platz finden. Der Baustart ist für das kommende Jahr geplant, zunächst gilt es aber, die Baugenehmigung zu bekommen.

„Für mich hat diese Zusammenarbeit mit den Havelland-Kliniken und die damit verbundene Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der Einwohner Wustermarks eine der höchsten Prioritäten“, sagt Schreiber. „Zukunftsweisend ist die Zusammenarbeit mit den Kommunen“, sagt Grigoleit. Die Havelland-Kliniken Unternehmensgruppe unterhält mit der Gemeinde Premnitz eine ähnliche Kooperation.

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