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Fliegerhorst
Ein neuer Ortsteil entsteht

Wo im Vorjahr noch Bäume und Büsche zwischen den Häusern des ehemaligen Fliegerhorstes standen, ist nun viel gerodet.
Wo im Vorjahr noch Bäume und Büsche zwischen den Häusern des ehemaligen Fliegerhorstes standen, ist nun viel gerodet. © Foto: Sandra Euent
Sandra Euent / 14.03.2019, 20:26 Uhr
Schönwalde-Glien (MOZ) Viel hat sich getan auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes in Schönwalde-Glien, östlich der Bötzower Landstraße (L20). Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) hatte gemeinsam mit dem Planungsbüro Jahn, Mack und Partner am vergangenen Wochenende zu Projektvorstellung und Geländerundgang eingeladen. Auf dem seit 1991 leerstehenden Militärgelände soll ein neuer Ortsteil mit rund 1.500 Wohnungen entstehen. 3.000 bis 4.000 neue Einwohner für Schönwalde könnte das heißen.

Im vergangen Jahr ist viel passiert auf dem Brach liegenden ehemaligen Fliegerhorst. Es wurde mit der Beräumung begonnen. Die Natur hatte sich längst den Standort erobert. Überall wuchsen Bäume und Büsche - auch aus den Dächern der alten Bebauung. Viel ist gerodet und geschreddert worden. Davon zeugen die hohen Holzberge.

Derzeit wird am neuen Bebauungsplan (B-Plan) für das Gelände gearbeitet. Theoretisch könnte der Investor sofort loslegen, den es gibt einen gültigen B-Plan aus dem Jahr 2005. Dieser sehe allerdings Ein- und Zweifamilienhäuser vor, wie Bürgermeister Oehme berichtete. Der Investor möchte jedoch Geschosswohnungen bauen. Daher muss überarbeitet werden. Derzeit sei man in der Auslegungs- und Behördenbeteiligungsphase.

Dazu kommen viele Gutachten und Konzepte, die bereits erstellt sind oder gerade bearbeitet werden. Dazu zählen die Baugrunduntersuchung - Stichwort Altlasten, die aber wohl bis auf den Bereich der ehemaligen Tanklager nicht vorhanden sind, Maßnahmenkonzepte für Grundwasser, Kitas und Straßen und auch der FFH-Managementplan, denn das Gelände ist von Naturschutz- und Natura-2000-Gebieten (Erlenbruch) umgeben. Hier sind beispielsweise Wander- und Rundwege geben.

Um die Anbindung des Ortsteils zu gewährleisten wird eine neue Straßenanbindung in Richtung Norden diskutiert und auch der ÖPNV ist Thema. Es soll auf jeden Fall eine Busanbindung ins Gebiet geben und sowohl Planer als auch Bürgermeister werben für eine Wiederbelebung des einstigen Schönwalder Bahnhofs. Für Radfahrer soll der Weg in Richtung Hennigsdorf ermöglicht werden.

Der Gemeinde entstehen im Planungsverfahren keine Kosten, diese trägt der Investor. Auch für sogenannte Folgekosten, Stichwort soziale Infrastruktur, also Kitabau und Erweiterung der Grundschule, kommt  der Investor auf. Nicht in den Sanierungs- und Bebauungsplänen enthalten sind übrigens die alten Flugzeughangars.

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