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Symposium
Künstler auf Spurensuche in fünf Schlössern

Die Künstler des 12. Havelländischen Künstlersymposiums: Dirk Friese, Andra Barz, Claudia Jung, Dr. Thomas Jung, Katrina Lange (v.li.).
Die Künstler des 12. Havelländischen Künstlersymposiums: Dirk Friese, Andra Barz, Claudia Jung, Dr. Thomas Jung, Katrina Lange (v.li.). © Foto: Egbert Neubauer
Egbert Neubauer / 31.03.2019, 11:44 Uhr
Ribbeck Im Landhaus Ribbeck wurde am vergangenen Samstag das 12. Havelländische Künstlersymposium mit der Ausstellung "Fontane 200: Fünf Schlösser – Spurensuche" eröffnet. Unter den vielen Gästen waren so manche heimische Künstler zu finden, so Dorothea Link (Thea Doro) aus Falkensee, der Fotograf Ingo Kuzia und die Keramikmeisterin Margrit Schober aus Schönwalde-Glien.

Landrat Roger Lewandowski (CDU) sprach die einleitenden Worte in der Landhaus Galerie Kunst-Punkt. Er würdigte die große Palette der ausgestellten Kunstwerke und betonte dabei, dass: "die Vielfalt der künstlerischen Arbeiten in der Ausstellung ja auch zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll …"

Die Laudatio sprach die Kunsthistorikerin Judith Meisner. Dabei stellte die Rednerin zum Teil mit überraschenden Literatur- und Geschichtsbezügen die Arbeiten der sechs Künstler aus dem Havelland umfänglich vor.

So die Sängerin Andra Barz aus Gräningen. Mit ihrem Programm "Fontane s(w)ingt" umrahmte Andra Barz die Vernissage. Zu Texten von Theodor Fontane schuf die Sängerin kleine musikalische Kunstwerke und Klanginstallationen, die sie mit Melodie- und Sprechgesang begleitete.

Ein weiterer Teilnehmer ist der Fotograf und Keramiker Dirk Friese aus Landin. Er ist mit experimenteller Fotografie vertreten. Seine Bilder bezeichnet Friese, nach deren Entstehungsprozess, als "Kunfando"-Bilder, das Wort stammt aus der internationalen Plansprache Esperanto und steht für Bearbeiten, Verfremden und Verschmelzen.

Claudia und Thomas Jung, die das Landhaus Ribbeck betreiben, stellen Malerei und Collagen aus. Sie sind gleichzeitig die Gastgeber des Symposiums. Claudia Jung, die Pleinairmalerin, hat sich intensiv mit Fontanes Werk "Fünf Schlösser" befasst und als Malerei umgesetzt. Thomas Jung hat für das Symposium "Das Duell" geschaffen, ein Werk, welches in der Manier des Scherenschnittes die Kontrahenten mit erhobenen Pistolen im Morgenlicht hervorhebt.

Die Kommunikationsdesignerin Katrina Lange zeigt Malerei und Kalligrafie. Ihr "Spurenquintett nach Theodor" enthält eine Komposition aus Fontanes Porträt, Kalligrafie Texten und Herrenhäusern, ein nachdenkenswertes Werk.

Frantek P. Riedel aus Lietzow hat sich ebenfalls dem Porträt Theodor Fontanes gewidmet. Seine Edelstahlmonumente säumen den Weg zum Ausstellungsort, sprich zum Landhaus Ribbeck. So verschieden die künstlerischen Herangehensweisen auch sein mögen, vereint werden die Kunstwerke durch Theodor Fontanes literarisches Denkmal »Fünf Schlösser«, den fünf brandenburgischen Adelssitzen Hoppenrade, Liebenberg, Plaue, Quitzöbel und Dreilinden.

Diese beachtenswerte Ausstellung ist bis zum 31. Dezember im Landhaus Ribbeck, Uhlenburger Weg 2b in Ribbeck, während der üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Kontakt ist telefonisch unter 033237/869838 möglich.

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