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Aktion
Ab in den Garten

Auf dem Lavendelhof in Nauen gibt es nicht nur einen tollen Garten und blühende Pflanzen zu bewundern, sondern auch große Poitou-Esel.
Auf dem Lavendelhof in Nauen gibt es nicht nur einen tollen Garten und blühende Pflanzen zu bewundern, sondern auch große Poitou-Esel. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 16.04.2019, 18:15 Uhr
Nauen Am Lavendelhof wird der Winter ausgekehrt. Die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel. Oben schwebt ein Storch über die Wiesen und Beete. Besser kann sich der Frühling kaum ankündigen. Elke Zakel und ihr Team bereiten sich auf die "Offenen Gärten Berlin-Brandenburg" vor. Auch Zakels Lavendelhof in Nauen wird für die Besucher öffnen.

Die "offenen Gärten" sind eine wahre Quelle an Ideen zur Gartengestaltung. 105 Gärten werden in diesem Jahr dabei sein. In großen und kleinen Gärten darf gestaunt werden, was gärtnerisch so alles geht in Berlin und Brandenburg. Hobbygärtner mit der Leidenschaft für bestimmte Pflanzen stellen ihre grünen, duftenden und farbenprächtigen Schützlinge vor. Gärten, wie kleine Landschaften, mit Bächen und Teichen, Steingärtchen und Hügeln, verwunschenen Wegen und lauschigen Plätzen. Wer in diesen Sommer seinen Garten im neuen Kleid sehen möchte, sollte im Frühjahr loslegen.

Neben Tipps, wie die Pflänzchen zu hegen und pflegen sind, gilt die Aktion auch dem gärtnerischen Austausch. Und in vielen Gärten werden die Pflänzchen zum Verkauf angeboten. Elke Zakel möchte auf dem Lavendelhof für den Natur-Garten begeistern. Ihr Garten wurde mit der Plakette "Natur im Garten", der Lenné-Akademie, ausgezeichnet.

Für diese Auszeichnung muss der Garten einige Kriterien erfüllen: Artenvielfalt, Beachtung der biologischen Kreisläufe und natürlich keine Chemie. Eine gesunde Mischkultur sollte im Natur-Garten zu finden sein, Komposthaufen, auch abgeschnittene Äste liegen lassen und somit Nahrungsquellen für Insekten, Verstecke für Igel, Molch und andere Tiere schaffen. "In kleinen Gärten ist das schwierig", sagt Zakel. Sie hat kleine Tricks auf Lager, wie man den Garten wieder zur Natur führen kann.

Das kann schon bei der Auswahl der Erde anfangen. Im naturnahen Garten sollte auf zusätzliche Torfbeigabe verzichtet werden. Nicht so leicht, denn die handelsübliche Blumenerde beinhaltet meist auch Torf. Zakel möchte im Garten des Lavendelhofes zeigen, welche Möglichkeiten es gibt. "Nicht belehrend mit dem erhobenen Finger", sagt sie. Viel lieber möchte sie das Verständnis für die Natur erwecken.

Zakel gibt Erfahrungen gern weiter und teilt ihre Ideen. Sie berät, wenn es um die Auswahl der Pflanzen geht. Der Boden, die Witterung, alles kann eine Rolle spielen. Zakels Lavendelhof hat seinen Namen nicht von ungefähr. Im Sommer blüht hier der Lavendel, der nicht unbedingt typisch für Brandenburg ist. Tatsächlich weiß Zakel zu berichten, dass der Lavendel in Falkensee, wo sie früher lebte, nicht so gut gedieh, wie hier in Nauen. "Der Lavendel wächst hier wirklich sehr gut", sagt sie und im Sommer kann sich der Besucher davon überzeugen.

Damit es den Pflanzen gut geht, ist eine gute Pflege das A und O. "Der Standort muss geeignet sein." Zakel benutzt auf dem Hof keine chemischen Keulen gegen Schädlinge. "Wenn die Pflanze gesund ist, ist sie weniger anfällig", sagt sie. Auf dem Lavendelhof wird überwiegend mit Eselmist gedüngt. Die Esel sind Bewohner des Hofes. An den Tagen der offenen Gärten können die Poitou-Großesel bestaunt werden. Sie gehören zu den vom Aussterben bedrohten Rassen und gelten als die schwersten Esel der Welt. Einige Nummern kleiner sind die amerikanischen Mini-Esel. Flauschig kuschlig und mit ihren dunklen Augen haben sie einen wirklich hohen Knuddel-Faktor. Es werden Führungen durch den Blumen-, Kräuter- und Nutzgarten angeboten. Wer seine Inspiration gleich umsetzten möchte, kann einige der Pflanzen auch käuflich erwerben.

Die "Offenen Gärten" sind eine gemeinsame Aktion der Initiative Offene Gärten Berlin-Brandenburg und der URANIA "Wilhelm Foerster" Potsdam e.V. Die Gartenbesitzer öffnen ihre Gärten unentgeltlich, auch die beiden organisierenden Vereine arbeiten ehrenamtlich. Mit einem Eintrittspreis von 3 Euro (Kinder sind frei) wird eine Besucherplakette erworben, die an allen Terminen zum Eintritt in die teilnehmenden Gärten berechtigt. Die Besucherplaketten sind in Vorverkaufsstellen oder im zuerst besuchten Garten zu erwerben. Die ersten Termine sind der 20. und 21. April. Weitere Termine und nähere Informationen gibt es auf www.open-garden.de.

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