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L16
Vollsperrung im Juni

Sandra Euent / 14.05.2019, 15:28 Uhr
Schönwalde-Glien Wenn die Planung reibungslos läuft und es ein reines Genehmigungsverfahren wird, dann könne die grundhafte Sanierung der L16 zwischen der Kreuzung mit der L20 und dem Schönwalder Ortsteil Pausin 2022 beginnen. Das ist die Quintessenz eines Vor-Ort-Termins, den Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) mit der Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur, Ines Jesse (SPD), am Dienstag an der L16 abhielt.

Die L16, die Schönwalde-Siedlung und -Dorf mit den Ortsteilen Pausin, Wansdorf, Perwenitz, Paaren und Grünefeld verbindet, wurde bereits 1897 gewidmet und laut Recherchen von Bodo Oehme wahrscheinlich bereits 1904 gepflastert. Das Alter sieht man der Straße an, obwohl sie zwischenzeitlich mit einer Asphaltschicht überzogen wurde. Momentan, wo die Strecke als Umleitung der auf Grund eines Brückenneubaus gesperrten L20 dient, fällt vor allem auf, dass die Straße nicht breit genug für den heutigen Verkehr mit LKWs ist. Dies führt dazu, dass die Lastwagen bei Begegnungen auf die Bankette ausweichen müssen und diese so zerstören. Dazu kommt, dass die Straße an einer Stelle so schmal ist, dass der Landesbetrieb Straßenwesen im April auf 700 Metern die Straße auf eine Spur verengte und eine Ampel aufstellte. Diese führt nun regelmäßig zu langen Rückstaus, besonders im Berufsverkehr.

Hier hatte die Staatssekretärin allerdings gute Nachrichten im Gepäck. Nach einem Vor-Ort-Termin sei beschlossen worden, das Bankett auf der Südseite der Straße durch einen Asphaltstreifen zu befestigen und zu verbreitern, so dass die Ampel nicht mehr benötigt wird. Diese Arbeiten sind für die erste Juniwoche geplant, machen allerdings eine Vollsperrung der Strecke für rund fünf Tage nötig.

Auch für die grundhafte Sanierung hatte die Staatssekretärin konkrete Zahlen dabei. So sei die L16 durch eine veränderte Bewertung des landeseigenen Straßennetzes 2018 in das Planungs- und Bauprogramm gerutscht - die Straße ist dank ihres Statuses als Umleitungsstrecke vom Grün- in das Grundnetz gekommen. Somit wäre es nur noch die Frage gewesen, wann und nicht ob das Land die Straße saniert, so Jesse. Im Mai habe man die neue Prioritätenliste erarbeitet, so dass Ines Jesse derzeit davon ausgeht, dass 2020 mit der Planung der Sanierung des Abschnittes zwischen L20 und Pausin begonnen werden kann. Sollten alle Behörden gut zusammen arbeiten und es ein einfaches Genehmigungsverfahren geben - Jesse weißt darauf hin, dass Bäume gefällt werden müssen - so könnte 2022 mit dem Bau begonnen werden. Muss jedoch ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, würde sich die Sanierung weiter nach hinten verschieben.

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