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Bürgermeisterwahl
BFB unterstützt Michael Koch

Ralf-Peter Hennig, Michael Koch, Christian Skorsky und Thomas Lessing (v.li.)  stellen sich den Fragen des Publikums und des Moderators Christian Achilles (Mitte).
Ralf-Peter Hennig, Michael Koch, Christian Skorsky und Thomas Lessing (v.li.) stellen sich den Fragen des Publikums und des Moderators Christian Achilles (Mitte). © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 12.06.2019, 16:00 Uhr
Brieselang Am 1. September wählen die Brieselanger, parallel zur Landtagswahl, einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Wilhelm Garn (CDU) wird nicht erneut kandidieren. Die unabhängige Wählervereinigung Bürger für Brieselang (BFB), die mit sechs Sitzen in der Gemeindevertretung die stärkste Kraft in Brieselang sind, stellt keinen eigenen Kandidaten. Stattdessen möchten die Mitglieder einen der anderen Kandidaten unterstützen.

Auf einer Mitgliederversammlung hatte die BFB kürzlich die Kandidaten für das Bürgermeisteramt zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Diese war öffentlich, anschließend berieten sich die Mitglieder der BFB unter Ausschluss der Öffentlichkeit und stimmten ab. Gleich im ersten Durchgang und mit absoluter Mehrheit holte Michael Koch (CDU) sich die Unterstützung der BFB.

"Zur Philosophie vom BFB gehört, dass die aus Sicht der BFB Mitglieder beste Persönlichkeit für Brieselang ausgewählt wird. Die Zugehörigkeit zu einer Partei oder Wählergemeinschaft spielt dabei keine Rolle", sagte BFB-Vorstand Christian Achilles, zur Begrüßung. Er selbst moderierte die anschließende Diskussionsrunde. Neben Michael Koch hatten sich auch Christian Skorsky (B’90/Die Grünen) und zwei weitere Kandidaten für das Bürgermeisteramt, Ralf-Peter Hennig und Thomas Lessing, beide in der Verwaltung Brieselangs tätig, den kritischen Fragen des Publikums gestellt.

Ralf-Peter Hennig ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Nach einer Ausbildung im Handel absolvierte er ein Hochschulstudium zum Diplom-Ökonom. Es folgte die Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt auf einer Fachhochschule. Henning ist Fachbereichsleiter in der Zentralverwaltung der Gemeinde Brieselang. Er warb für eine bürgernahe Kommunalpolitik, sozialen Wohnungsbau und möchte die Parksituation am Bahnhof verbessern.

Thomas Lessing kennt die Gemeinde Verwaltung ebenfalls gut, ist hier Fachbereichsleiter für Finanzen und Soziales. Lessing ist 50 Jahre alt und hat zwei Kinder. Der Diplom-Volkswirt verwies auf seine lange und vielfältige Tätigkeit in der Verwaltung und auf Projekte, an deren Verwirklichung er, wie er sagte, maßgeblich beteiligt war. Die Hauptaufgabe eines Bürgermeisters läge, so Lessung, im Vertrauen schaffen in die Tätigkeiten der Verwaltung und Politik. Er befürchtet, die Gemeinde könnte zukünftig auf finanzielle Schwierigkeiten treffen und möchte dem entgegenwirken.

Christian Skorsky ist 56 Jahre alt, hat fünf Kinder und lebt seit 2006 in Brieselang. Der pensionierte Polizist kann neben seiner beruflichen Laufbahn auch ehrenamtliche Tätigkeiten benennen. Skorsky möchte den öffentlichen Nahverkehr in Brieselang stärken, will sich für mehr Radwege einsetzen und wirbt für eine zeitnahe Umsetzung beim Bau der Gesamtschule.

Michael Koch war der einzige Politik-Profi in der Runde. Und das wirkte sich auch aus. Koch konnte klar und inhaltlich verständlich erläutern, was er für Brieselang erreichen möchte. Darin taten sich die drei anderen Kandidaten schwerer. Hennig und Lessing erläuterten ihre Vorhaben in verwaltungssprachlich geprägten Worten. Skorsky blieb die Antwort auf die Frage, nach mehr "grünen" Themen, außer den bereits genannten, schuldig.

Der 39-jährige Koch ist seit 1998 Mitglied der CDU, sitzt seit 2003 in der Brieselanger Gemeindevertretung, ist zudem Mitglied im Kreistag und im Landtag. Koch lebt seit 1996 in Brieselang. Dass er andere Tätigkeiten für das Amt des Bürgermeisters niederlegen müsste, sei ihm klar, sagte er. Koch möchte für die Gemeinde eine Entwicklung mit Augenmaß. Die Öffnung der Verwaltung, mehr Transparenz schaffen, sieht er als eine der zentralen Aufgaben. Er warb für Bürgerbeteiligung und ein funktionierendes Beschwerde-Management. Koch sprach kurz und knackig viele relevante Themen an. Er würdigte die Arbeit des amtierenden Verwaltungschef Garn gleich mehrfach. Man sei aber nicht immer gleicher Meinung, nur weil man in der gleichen Partei sei: "Wir sind unterschiedliche Charaktere. Und das wird man auch merken."

Koch konnte die Diskussion für sich entscheiden und wird bei seiner Kandidatur von den BFB unterstützt. "Alle vier Kandidaten sind respektable Persönlichkeiten. Wir danken ihnen, dass sie sich diesem Auswahlverfahren gestellt haben. Mit Michael Koch haben die BFB-Mitglieder den Kandidaten nominiert, der fachlich und im persönlichen Auftritt am meisten überzeugt hat", sagt Christian Achilles zum Ergebnis der Abstimmung.

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