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Eröffnung
Mit den Senioren soll die Lebensfreude einziehen

Die Herzstücke des Hauses, das Pflege-Team und die "lebende Wand". Ganz rechts stehend, Nicole Klingner-Oerdner, in der ersten reihe ganz rechts Silvana Heller-Krebs, beide in Zivil-Kleidung.
Die Herzstücke des Hauses, das Pflege-Team und die "lebende Wand". Ganz rechts stehend, Nicole Klingner-Oerdner, in der ersten reihe ganz rechts Silvana Heller-Krebs, beide in Zivil-Kleidung. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 19.06.2019, 15:02 Uhr
Elstal Nach 14-monatiger Bauzeit nimmt Herbert Blum, Geschäftsführer der Immanuel-Miteinander Leben GmbH, den symbolischen Schlüssel für das Immanuel Seniorenzentrum am 14. Juni entgegen. 111 stationäre Plätze für pflegebedürftige Bewohner und 16 Tagesgäste können zukünftig in der Eduard-Scheve-Allee in Elstal ihren Lebensabend verbringen.

Das der Einzug in eine Senioreneinrichtung für viele der Bewohner der letzte Umzug sein wird, verheimlicht Udo Schmidt, Geschäftsführer der Immanuel Albertinen Diakonie, nicht. Bewohner und deren Angehörige werden hier auch traurige Stunden erleben. Die glücklichen, schönen Stunden, sollen aber in der deutlichen Mehrheit sein, gibt er seiner Hoffnung Ausdruck. Dafür soll auch das Personal sorgen. "Eine fachlich ausgezeichnete und liebevolle Betreuung," verspricht Udo Schmidt.

Um diese zu gewährleisten wurde in den letzten Wochen nach qualifiziertem Pflegepersonal gesucht. "Wir haben die Besten gesucht und gefunden", sagt Pflegedienstleiterin Silvana Heller-Krebs. Rund 60 Mitarbeiter werden die Senioren hier betreuen, 41 davon sind Vollzeitkräfte. Eine ungewöhnlich hohe Vollzeit-Quote für die Pflegeberufe.

Um dem hohen qualitativen Anspruch gerecht zu werden, wird das Modell der Bezugspflege umgesetzt. Das heißt, eine Pflegekraft kümmert sich um eine bestimmte Anzahl von Bewohnern, von A-Z, sprich um all ihre Bedürfnisse. Dadurch kennt sie die Wünsche "ihres" Klienten, eine Betreuung mit Bindung soll das Ziel sein. Das Gegenstück dazu ist die Bereichspflege, bei der die anfallende Arbeit in die Tätigkeiten aufgesplittet ist, Beispielsweise eine Pflegekraft sorgt für die Essensversorgung, eine andere für die Medikamente usw.

Heimleitung Nicole Klingner-Oerdner möchte die Bewohner nicht reduziert wissen auf die Dinge, bei denen sie Unterstützung brauchen. "Ich sehe unsere Bewohner nicht als eine Gesamtheit ihrer Defizite, sondern als Persönlichkeiten, die die eine oder andere Hilfeleistung brauchen, um ihr selbstbestimmtes Leben zu führen", sagt sie. Die Selbstbestimmung ist auch Pflegedienstleiterin Heller-Krebs wichtig. Frühstück oder Hilfe bei der Körperpflege nicht dann, wann ein vorgegebener Tagesablauf es vorschreibt, sondern dann, wann der Bewohner es möchte, sagt sie. Die Bewohner in den Mittelpunkt des Handelns stellen, ist ihr Anspruch.

Die Diplom-Pflegewirtin Heller-Krebs möchte dem Personal eine gute Vorgesetzte sein, versichert sie. "Wir werden hier Strukturen schaffen, die es ermöglichen, dass Bewohner, wie Mitarbeiter sich bei uns wohl fühlen", sagt sie. "Dazu gehören neben fachlicher Exzellenz und einer kompetenten Leitung auch ein gutes Gehalt", sagt sie weiter.

Für den parteilosen Bürgermeister Holger Schreiber ist es wichtig, dass die älteren Wustermarker, wenn sie Pflege benötigen, nun auch einen Platz in Elstal haben und ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen müssen. "Das Seniorenzentrum schließt damit eine wichtige Lücke", sagt er.

In unmittelbarer Nachbarschaft finden sich weitere Einrichtungen der Immanuel Albertinen Diakonie. Zur Eröffnung des Seniorenzentrums waren auch Bewohner aus dem Service-Wohnen eingeladen. Eine von ihnen ist Brigitta Schönberg. Noch sitzt sie mit ihrem feschen Strohhut im Schatten, lauscht den Reden und der Kapelle. "Kann doch nicht schaden, sich hier mal umzuschauen", sagt sie und zwinkert beinahe verschwörerisch. Die ersten 32 Bewohner werden ab Montag in den Neubau einziehen. Betreiber des Immanuel Senioren-Zentrums ist die Immanuel-Miteinander Leben GmbH, eine Tochtergesellschaft der Immanuel Albertinen Diakonie.

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