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Eselfreunde
Neue Hoffnung für Esel

Sandra Euent / 10.07.2019, 15:59 Uhr
Schönwalde-Glien (MOZ) Die Eselfreunde Havelland sind seit 1995 im Havelland ansässig, seit 2013 als gemeinnütziger Verein anerkannt. Neben dem Eselhof betreiben sie auch den Jugendclub in Paaren/Glien. Der Verein, seine Mitglieder und die Esel sind willkommen und gemocht im Dorf. Allein der Standort der Eselkoppel am Dorfrand macht Chef-Eselfreundin Christine Möller seit einigen Monaten große Sorgen.

Die Koppel befindet sich im Landschaftsschutzgebiet (LSG) "Nauen - Brieselang - Krämer", das eigentlich keine Bebauung - auch nicht durch Ställe oder Futterlagerhallen - zulässt. Die gepachteten Flächen müssen beräumt werden. Für Christine Möller wäre das das Aus. Denn die Esel brauchen einen festen Unterstand und der Verein für seine Arbeit mit Kindern und die den Verein finanzierenden Eselwanderungen und Workshops die nötigen baulichen Voraussetzungen.

Fieberhaft wird nach einer Lösung gesucht und verschiedene Ideen durchgespielt. Eine Hofstelle beispielsweise, auf der Futter und auch mal der ein oder andere Esel untergebracht werden können, ist bis jetzt nicht gefunden. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises hat derweil noch einmal Aufschub gewährt. Einige Teile der Anlage haben Christine Möller und die anderen Eselfreunde bereits zurück gebaut. Christine Möller weiß, dass die Behörde im Recht ist. Sie versucht trotzdem alles, um mit ihren Eseln im Dorf bleiben zu können und sucht weiterhin das Gespräch mit Gemeinde und Naturschutzbehörde.

Am Dienstag schaute Landrat Roger Lewandowski (CDU) auf seiner Sommertour durch Schönwalde an der Eselkoppel vorbei. Neben der Erkenntnis, wie flauschig Eselohren sind, konnte Lewandowski auch einen neuen möglichen Lösungsansatz mit in die Kreisverwaltung nehmen. Der Verein hat zusammen mit einem Landschaftsplaner den Vorschlag gemacht, den Bereich der Koppel aus dem Landschaftsschutzgebiet zu lösen und eine Sondernutzung "Eselhaltung" im Flächennutzungsplan der Gemeinde zu verankern. So eine Ausgliederung ist prinzipiell möglich, muss aber als erster Schritt durch die zuständige Gemeinde Schönwalde-Glien bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragt werden. Man werde das auf jeden Fall prüfen, sagte Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) seine Unterstützung zu.

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