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Neu gegründeter Verein
Innovationsbündnis für ein lebenswertes Havelland

Landrat Roger Lewandowski, Kevin Marcuse, Laura Piesack, Helga Breuninger und Dennis Hoenig-Ohnesorg (v.li.) nach der Gründung des Vereins Innovationsbündnis Havelland.
Landrat Roger Lewandowski, Kevin Marcuse, Laura Piesack, Helga Breuninger und Dennis Hoenig-Ohnesorg (v.li.) nach der Gründung des Vereins Innovationsbündnis Havelland. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 08.11.2019, 07:30 Uhr
Paretz "Es ist vollbracht", verkündete am Dienstag Landrat Roger Lewandowski (CDU) sichtlich stolz auf das in zahlreichen Zukunftskonferenzen, Bürger- und Salongesprächen vorbereitete Innovationsbündnis Havelland (IBHVL). An diesem Tage wurde es in der Paretz-Akademie in einen eingetragenen Verein umgewandelt.

Initiatorin und Stifterin Helga Breuninger erinnerte daran, wie sie sich nach dessen Wahl beim Landrat angemeldet hatte und an seine Wahl-Aussage erinnerte, mit allen Bürgern kommunizieren zu wollen. Mit ihrem Vorschlag, gemeinsam ein Gremium mit Bürgern, Vertretern der Wirtschaft und Politik für die Gestaltung eines liebens- und lebenswerten Havellandes zu schaffen, habe sie sofort dessen Zustimmung erhalten. Für ihn sei es wichtig, die Kommunikation, aber auch die Teilnahme zu fördern, betonte der Landrat. In den inzwischen geschaffenen acht Arbeitsgruppen gäbe es nun eine Kommunikationsplattform, mit der das Wissen zusammengeführt werden könne, und das auf Augenhöhe. Dabei stehe die Stärkung des ländlichen Raumes unter Beachtung der demografischen Entwicklung und die Frage, was wir tun können, im Mittelpunkt des Engagements.

Mit der Umwandlung in einen eingetragenen Verein gaben die Initiatoren am Dienstag gleichzeitig symbolisch den Staffelstab an den neu gewählten Vorstand weiter. Geführt wird er von der erst 22-jährigen Laura Piesack aus Falkensee, Studentin für Wirtschaftsingenieurwesen. Ihr zur Seite stehen Dennis Hoenig-Ohnesorg aus Paretz und Kevin Marcuse aus Brieselang. "Wir wollen als Verein das Havelland beleben, Ideen fördern und dazu beitragen, dass sich die Lebensqualität verbessert. Dabei sollten sich so viele Havelländer wie möglich einbringen", skizzierte die Vorsitzende nach ihrer Wahl ihre Verantwortung.

Allerdings werde die Arbeit in den acht Arbeitsgruppen gemacht. Und diese werden sich mit ganz praktischen Problemen des Landkreises beschäftigen. Dabei reicht das Arbeitsspektrum von der Unterstützung des vielfältigen Engagements der zahlreichen Ehrenamtler durch deren Weiterbildung bis zur Verbesserung des Images des Havellandes. Ganz aktuell ist angesichts des zunehmenden Verkehrs und der damit verbundenen Umweltbelastung die Wiederbelebung stillgelegter Bahnstrecken, mit der sich eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt. Von dieser erhofft sich Bernd Lück als gastgebender Bürgermeister und Mitglied des Beirates des IBHVL Unterstützung zur Aktivierung der Bahnstrecke nach Wustermark. Das sei auch angesichts des Einwohnerzuwachses durch die zwei neuen Wohngebiete wichtig. Insgesamt werde die Arbeit des Innovationsbündnisses der Region einen Entwicklungsschub geben, meinte er.

Zu den Aufgaben der Arbeitsgruppe innovative Schule gehört die Gestaltung einer vielfältigen Bildungslandschaft. Auch ein Problem, das Ketzin/Havel mit dem neuen Stadtteil "Zuckerfabrik" ganz unmittelbar betrifft, wie Lück anmerkte. Angesichts der vielen guten kulturellen Angebote im Havelland ist es für die Veranstalter im ländlichen Raum immer ein enorm großer Spagat zwischen Attraktivität, Wirtschaftlichkeit und Auslastung. Eine komplizierte Aufgabe, der sich die Arbeitsgruppe Kunst und Kultur stellt.

Bekannt ist, dass es in der Region viele, einst recht attraktive, alte Häuser gibt. Ein Anliegen der entsprechenden Arbeitsgruppe ist es, diese mit neuem Leben zu erfüllen und mit jungen Familien und Unternehmen wieder dauerhaft zu beleben.

So spiegeln die Vorhaben der einzelnen Arbeitsgruppen des IBHVL den Querschnitt all dessen wieder, was unter Mitwirkung möglichst vieler für ein auch in der Zukunft lebenswertes Havelland zu bewegen ist.

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