Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Abwassernetz Falkensee
Keine Feuchttücher in die Toilette

Nur Toilettenpapier gehört ins die Kloschüssel.
Nur Toilettenpapier gehört ins die Kloschüssel. © Foto: privat
Manuela Bohm / 26.03.2020, 10:30 Uhr - Aktualisiert 26.03.2020, 11:24
Falkensee (MOZ) Eigentlich müsste in den havelländischen Haushalten soviel Toilettenpapier vorhanden sein, dass es zu keinen Problemen in den Abwassernetzen kommen würde. Noch läuft sicher auch noch kein geruchsbelästigendes Abwasser in Keller. Aber das im Ost-Havelland agierenden Unternehmen appelliert, Feuchttücher möglich nicht und Feststoffe auf keinen Fall über die Toiletten zu entsorgen.

"Seit Jahren bereiten uns Feuchttücher bereits Probleme. An unseren Pumpwerken kommt es so regelmäßig zu Verstopfungen", erklärt Günter Fredrich von der Osthavelländischen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH (OWA) in Falkensee. Feuchttücher würden wohl nun auch vermehrt von den Havelländern verwendet, registrierte das Unternehmen, das auch in Corona-Zeiten geregelt weiter für seine Kunden da ist.

Durch Feststoffe, dazu zählt auch Toilettenpapier, dass sich nicht sofort zersetzt, bilden sich meterlange Zöpfe im Kanalnetz. Würden Havelländer, die in den zurückliegenden Tagen eher auf leere Toilettenpapierregale gestoßen waren, beispielsweise zu Küchentüchern greifen, würden diese die Bildung der genannten Zöpfe verstärken. Textilien haben aber noch weit weniger etwas im Abwassernetz zu suchen.

So mussten das Abwasserbehandlungs-Unternehmen bereits ganz unterschiedliche Feststoffe aus ihren Kanälen entfernen. "Wir hatten schon alte Gurken und Knochen gefunden auch Matchbox-Autos und Scheuerlappen. Die Sachen sind hinderlich. Sehr unangenehm ist aber Katzenstreu. Es klumpt, kommt es mit Wasser in Kontakt und muss beinahe fachmännisch abgebaut werden", beschreibt Fredrich die unangenehme und auch aufwendige Arbeit.

Gelangen zu viele Feststoffe in die Kanäle bilden sich Pfropfen, sie verstopfen die Leitungen, ein Rückstau entsteht. Dass nun Abwasser die Leitungen zurück in die Häuser fließt, sollte eigentlich nicht möglich sein. Dafür werden Rückstausicherungen installiert. "Bei alten Analgen gibt es solche Sicherung teils nicht. Bei neueren sind sie Standard. Aber sie müssen gepflegt werden", sagt der OWA-Geschäftsführer. Solch eine Sicherung verschließt die Leitung zum Haus, erhöht sich der Druck durch gestautes Abwasser.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG