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Start in Wustermark
Erste Palette hat dm Verteilzentrum verlassen

Silvia Passow / 20.05.2020, 11:10 Uhr
Wustermark Mit schlichter Eleganz verlässt sie den Fahrstuhl, ihr Weg ist vorgegeben und sie folgt im brav, kein Ruckeln, kein Stottern, nichts verrät, dass es sich hier um einen ersten Auftritt, eine Premiere, handelt. Sie rauscht vorbei, beladen mit Mundspülung, Zahncreme, Oliven ohne Stein und mit Kisten, deren Aufdruck eine Ware in Bioqualität verspricht. Die erste Warenpalette verlässt am Dienstag das neue dm Warenverteilzentrum in Wustermark. Die Fahrt geht es nicht allzu weit, nach Berlin in die dm-Filiale am Alexanderplatz.

Bereits am 6. April war die erste Palette mit Waren im knallbunten Verteilzentrum an der B5 angekommen. Nun, sechs Wochen später geht es los und die Waren treten von Wustermark ihre Reise in die Filialen an. Die erste Palette wird feierlich verabschiedet, mit dabei: Christoph Werner, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung, Christian Bodi, dm-Geschäftsführer und verantwortlich für die Logistik, Katrin Stiemer, sie leitet das Verteilzentrum in Wustermark und der parteilose Bürgermeister der Gemeinde, Holger Schreiber. Stilecht bekommt Stiemer statt dem üblichen symbolischen Schlüssel einen ganz und gar einsatzfähigen Schraubenschlüssel übergeben. Schließlich ist die Halle nicht nur bunt, sie ist auch ein technisches High-Light. Mehr als 100 Millionen Euro hat dm am Standort in Wustermark investiert.

"Es ist ein Meilenstein, dass die erste Palette das Zentrum in Wustermark in Richtung unserer dm-Märkte verlassen hat. In der aktuellen Situation ein umso schöneres Ereignis und für uns eine wichtige Investition in die Zukunft. Insbesondere, da die Warenverfügbarkeit in den dm-Märkten und im Onlineshop dm.de für uns oberste Priorität hat", sagt Geschäftsführer Werner. Christian Bodi beschreibt die anspruchsvollen Arbeitsplätze, die hier entstanden sind: "So sind die Mitarbeiter im logistischen Leitstand beispielsweise für die Betreuung der Anlage mittels 3D-Visualisierung zuständig und unterstützen gleichzeitig Wartungsarbeiten in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Technik und IT. Wir sind auch weiterhin auf der Suche nach Menschen, die Teil unserer Arbeitsgemeinschaft werden wollen."

Bürgermeister Holger Schreiber sagt, er schätze die Zusammenarbeit mit dm und hoffe, dass das Unternehmen sich auf dem 160.000 Quadratmeter-Grundstück noch vergrößern wird. Platz ist da, so hat das Unternehmen auf dem Grundstück einen Kreisverkehr und sogar eine eigene Bushaltestelle. Schreiber gibt, wie auch schon bei anderen Anlässen, seiner Hoffnung Ausdruck, dm könne als Arbeitgeber eine Vorreiterrolle übernehmen. "Neue Maßstäbe setzen", sagt er. Und fügt ganz pragmatisch hinzu, dass er sich für Elstal sehr gut eine dm-Filiale vorstellen könnte.

Und Katrin Stiemer? Sie hat das Projekt quasi von den Kinderschuhen an begleitet. Aufgeregt? "Und ob", sagt sie und fügt hinzu: "Ein wunderbares Gefühl." Stiemer hat die letzten Jahre konsequent an der Entstehung des Verteilzentrums mitgewirkt. Sie lebt gleich ums Eck, im Havelland, so wie viele der rund 140 Mitarbeiter auch. Momentan sucht sie Techniker mit bestimmten Qualifikationen. "Wer Interesse hat, sollte am besten auf der Internetseite nachsehen", sagt sie.

dm beschäftigt europaweit mehr als 62.000 Menschen in über 3.600 Märkten. Die rund 41.000 Mitarbeiter in Deutschland erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2018/19 einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro. In der bundesweit durchgeführten Mitarbeiterumfrage "Deutschlands beste Arbeitgeber 2018" wurde dm zur Nummer 1 im deutschen Handel gewählt. Und weil gute Unternehmungsstimmung abfärbt, folgte im "Kundenmonitor Deutschland 2019" auch der Spitzenplatz bei der Kundenbefragung als beliebtester Drogeriemarkt Deutschlands.

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