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Gesamtschulbau in Brieselang
Schulneubau auf dem Sportplatzgelände?

Skizzierung der Idee, die neue Gesamtschule mit auf das Sportplatzgelände zu bauen. Oben farbig sind die neue Turnhalle und das Schulgebäude zu sehen. Die grauen Gebäude sind die derzeitigen Bestandsgebäude auf dem Schulcampus inklusive Grund- und Oberschule.
Skizzierung der Idee, die neue Gesamtschule mit auf das Sportplatzgelände zu bauen. Oben farbig sind die neue Turnhalle und das Schulgebäude zu sehen. Die grauen Gebäude sind die derzeitigen Bestandsgebäude auf dem Schulcampus inklusive Grund- und Oberschule. © Foto: Gemeinde Brieselang
Sandra Euent / 20.05.2020, 23:50 Uhr
Brieselang (BRAWO) Mit einer neuen Idee zum Standort des Gesamtschulneubaus überraschte die Brieselanger Verwaltung am Mittwoch zur Sitzung des Hauptausschusses. Bisher sah es die Planung vor, das neue Schulgebäude an der Stelle der jetzigen Klakow-Oberschule zu errichten und die dazugehörige neue Sporthalle auf dem nahegelegenen Sportplatz. Die Verwaltung stellte nun die Idee vor, nicht nur die Halle, sondern auch das Schulgebäude auf das Sportplatzgelände zu verlagern.

Uwe Gramsch, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung/Bauwesen, stellte die Idee vor. Ein Problem bei der bisherigen Planung sei es, dass der Neubau der Gesamtschule am Standort der Oberschule in zwei Abschnitten erfolgen müsste, so Gramsch. Zuerst müsste ein Teilneubau, dann der Abriss des Bestandsgebäudes und dann der zweite Neubauteil erfolgen. Auf der Suche nach Alternativstandorten sei man in der Verwaltung  darauf gekommen, beide Teile der Gesamtschule auf den Sportplatz zu verlagern. Die Grundstücke, die sich zwischen derzeitigem Schulgelände und Sportplatz befinden, stehen der Gemeinde nicht zur Verfügung, sie gehören Privatpersonen, die in Gesprächen signalisiert hatten, nicht verkaufen zu wollen.

Eine erste Analyse hätte ergeben, dass der Platz auf dem Sportplatz ausreichen würde, um beide Gebäude dort zu bauen, erklärte Gramsch. Als Vorteile dieser Variante nannte er die funktionale Trennung von Gesamt- und Grundschule, die wohl um circa anderthalb Jahre kürzere Bauzeit - nur ein Bauabschnitt - sowie eine größere Pausenhoffläche für die Grundschule und nach ersten vorsichtigen Schätzungen wohl auch etwas geringe Baukosten (rund 700.000 Euro weniger). Dies müsse aber in einer detaillierten Ausarbeitung eines Planungsbüros erst bestätigt werden.

Zu den Nachteilen dieser Variante zählt, dass das Vereinsheim von Grün-Weiss Brieselang dem Schulbau weichen und an anderer Stelle neu aufgebaut werden müsste. Auch ginge dem Verein Trainingsfläche verloren. Matthias Reer, erster Vorsitzender des Vereins, war am Mittwoch anwesend und konnte den Hauptausschussmitgliedern versichern, dass der Verein nach einer ausführlichen Vorstandsbesprechung hinter der Idee stehe. Man sehe das große Ganze, so Reer. Der Verein bittet aber darum, bei den Planungen weiter mit einbezogen zu werden.

Bauchschmerzen mit dem Abriss des noch nicht sehr alten Vereinsheims äußerten dann auch einige der Ausschussmitglieder. Weitere Fragen, die auftauchten, galten der Parkplatzsituation am Sportplatz, der Nachnutzung des Gebäudes der jetzigen Oberschule, dem dann eingeschränkten Trainingsbetrieb des Vereins, dem Lärmschutz und möglichen Konflikten mit den Nachbarn. Insgesamt waren sich aber die Anwesenden einig, dass die Idee nicht so schlecht sei. Man müsse aber mehr Details wissen und einige der offenen Fragen klären, bevor man eine Entscheidung treffen könne.

Um viele der aufgetauchten Fragen zu klären und die Machbarkeit der neuen Idee zu prüfen, möchte die Verwaltung eine Architekturstudie in Auftrag geben und zudem den Baugrund, die planungsrechtliche Situation und die Kosten für die Verlegung des Vereinsheims überprüfen lassen. Dafür sollen die Gemeindevertreter in einem Beschluss Geldmitteln von rund 30.000 Euro freigeben. Die Beschlussvorlage wurde im Hauptausschuss nicht abgestimmt und soll in der Gemeindevertretersitzung am 27. Mai abgestimmt werden.

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