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Einjähriges Bestehen
Mieterinitiative Elstal blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

Die Eulenspiegelsiedlung ist der Geburtsort der Mieterinitiative Elstal, die nun ihren ersten Geburtstag feiert.
Die Eulenspiegelsiedlung ist der Geburtsort der Mieterinitiative Elstal, die nun ihren ersten Geburtstag feiert. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 04.06.2020, 04:30 Uhr
Elstal Im Mai 2019 gründete sich die Mieterinitiative Elstal. Grund waren damals Gerüchte um einen Verkauf der Scharnhorst- und Eulenspiegelsiedlung an die Deutsche Wohnen (DW). Matthias Redsch von der Initiative blickt nun zurück auf ein ereignisreiches Jahr.

Der geplante Verkauf veranlasste die Mieterinitiative zu zahlreichen Projekten und Auftritten in der Öffentlichkeit. Der Roburbus des rbb (Rundfunk Berlin Brandenburg) wurde von der Initiative nach Elstal eingeladen, Wahl-Prüfsteine an die Landtagswahlkandidaten verschickt, ein Kandidatenforum in der Aula der Elstaler Schule organisiert und eine Unterschriftensammlung zum Thema "Gegen Verdichtung und Miethaie" durchgeführt.

Darüber hinaus startete 2019 eine an den Kreistag des Havellandes gerichtete Onlinepetition zum Thema, mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, erinnert sich Redsch zurück. "Es folgten mehrere Demonstrationen und Flyer, um auf die unbefriedigende Situation der Elstaler Mieter aufmerksam zu machen. Regelmäßig besuchten wir Sitzungen von Gemeindevertretung und Ortsbeirat und stellten Fragen zu aktuellen ortspolitischen Maßnahmen und Erfordernissen bei der Wohnungsplanung", erläutert Redsch.

Trotz wiederholter Dementierung der DW auf mehrere Nachfragen hin wurde der Verkauf der Eulenspiegel- und Scharnhorstsiedlung an eine Tochtergesellschaft der "Deutsche Wohnen" zum 1. April 2020 vollzogen. Für Redsch ein Grund dafür, Wachsamkeit, Präsenz und Engagement bei Fragen im Umgang mit Mietwohnungen und Bauplanungen auch weiterhin aufrecht zu erhalten.

Zahlreiche Bebauungspläne würden aus der Zeit von über 10 Jahren stammen und so der aktuellen Wohnungs- und Umweltsituation nicht mehr gerecht werden. Aus Sicht der Initiative sei hier eine Überprüfung geboten. Diese Einschätzung würden auch Ortspolitiker teilen, sagt Redsch weiter. Auch die Antworten des Bürgermeisters auf die Fragen der Mieterinitiative zu bisherigen und geplanten Maßnahmen zur Förderung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum auf der Gemeindevertretersitzung am 12. Mai ließen Übereinstimmung mit einigen der Sichtweisen der Initiative erkennen, führt Redsch weiter aus. Das sei für die Zukunft eine sehr erfreuliche und konstruktive Basis.

Um auch weiterhin an die Interessen der Mieter zu erinnern, strebt die Initiative noch mehr Präsenz auf Gemeindefesten und Veranstaltungen an und wünscht sich weiterhin offene Ohren bei der Gemeindeverwaltung und den Ortsbeirats- und Gemeindevertretern für die Probleme.

Weitere Informationen zur Mieterinitiative Elstal finden sich auf www.mieterinitiative-elstal.de

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