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SPD-Sieg in der CDU-Stadt

Thomas Messerschmidt / 16.09.2014, 08:10 Uhr
BRB/PM (MZV) (tms) Wenn es um Landtagswahlen geht, scheint die SPD den Dauererfolg in Brandenburg an der Havel und dem Umland gepachtet zu haben. Ralf Holzschuher gewann in seinem Wahlkreis 17 souverän mit 38,9 Prozent der Erststimmen, was gegenüber der Landtagswahl 2009 ein Plus von 4,7% bedeutet. Andreas Kuhnert baute seinen Erfolg im Wahlkreis 16 sogar um 6 auf 39 Prozent aus. Verloren hat jeweils Die Linke, wobei Dr. Andreas Bernig aus Göhlsdorf dank günstigem Listenplatz trotzdem im Brandenburger Landtag verbleibt. René Kretzschmar hingegen, der Ende 2012 in den Landtag nachgerückt war und in Brandenburg Sonntag nur 16,6 Prozent (2009: 26,9) einfuhr, ist raus.

Und so wird es bleiben. "Ich war drei Mal Direktkandidat, es wird kein viertes Mal geben", beteuerte er noch am Wahlabend. In seinem Leben habe es schon viele Wechsel gegeben, der nächste wird folgen. Immerhin sei sein Wahlergebnis im Landestrend, weswegen viel schwerer wiegt, "dass es nicht gelungen ist, mehr Leute an die Wahlurne zu holen."

Tatsächlich sackte die Wahlbeteiligung in Brandenburg an der Havel auf 38,6 Prozent, während das Umland immerhin noch 43,9 Prozent schaffte. Profitiert von der geringen Wahlbeteiligung hat vermutlich die "Alternative für Deutschland" (AfD), die aus dem Stand in der Havelstadt 10,3 Prozent und im WK 16 11,0 Prozent der Zweitstimmen holte. Laut TV-Wahlberichterstattung seien viele Stimmen darunter aus der "Konkursmasse" der FDP, die sich mit 1,0 und 1,5 Prozent im Revier begnügen musste.

Von 0 auf 100 gut gestartet ist CDU-Kandidat Jean Schaffer, der 27,1 Prozent der Erststimmen bekam, allerdings mit Listenplatz 27 kaum Aussicht hatte in den Landtag einzuziehen. "Wir sind zweitstärkste Kraft in Stadt und Land. Ein gutes Ergebnis fürs erste Mal. Auf jeden Fall hat man so den Namen bekannt gemacht. Und das Ergebnis macht Mut, beim nächsten Mal richtig anzugreifen."

Landesweit gibt's die nächste Chance 2019. Rivale Holzschuher, der das Ergebnis als Votum dafür sieht, "dass ich derjenige bin, der die Stadt am besten im Land vertreten kann", hofft derweilen zu ergründen, wie es im SPD-Land gelingen kann, die CDU-Spitze in der Stadt abzulösen. Vor allem aber sollten alle demokratischen Parteien sich ein Rezept überlegen, wie die Wahlbeteiligung zu steigern ist.

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