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Wie die DDR den Reformator für sich vereinnahmte

Hohe Ehre in der DDR: der 1483 geborene Reformator und seine  Mutter auf Briefmarken.
Hohe Ehre in der DDR: der 1483 geborene Reformator und seine Mutter auf Briefmarken. © Foto: Sammlung Jürgen Mai
Rene Wernitz / 19.03.2017, 07:54 Uhr
Rathenow/Havelland (MOZ) Doktor der Theologie war er, auch Augustinermönch und später sogar Ehemann und Vater eigener Kinder - Martin Luther (1483-1546) hat den weiteren Gang der Dinge in der Welt nachhaltig beeinflusst. Die Veröffentlichung der Thesen des Reformators jährt sich 2017 zum 500. Mal. Weltweit, mehr aber in protestantisch bzw. evangelisch geprägten Ländern, steht Luther deshalb im Fokus. Auch imTeil der großen hiesigen Veranstaltungsreihe bis zum Reformationstag, 31. Oktober, ist ein Fachvortrag am Mittwoch im Rathenower Kulturzentrum. In diesem geht es ab 18.00 Uhr darum, wie in der DDR die Sozialistische Einheitspartei (SED), die sonst den Atheismus und eine materialistische Weltanschauung förderte, den 500. Geburtstag Luthers im Jahr 1983 für sich vereinnahmte. Partei- und Staatschef Erich Honecker hatte Luther gar als einen der größten Söhne des deutschen Volkes bezeichnet. Im Kulturzentrum referiert Martin Roy, Autor eines Buchs über den Wandel des Lutherbildes in der DDR (2000/Verlag Dr. Dieter Winkler). Schon aus Anlass von 450 Jahren Reformation (1967) und erst recht 1983 war Luther auch im Arbeiter- und Bauernstaat auf Briefmarken groß rausgekommen. Weltweit wurde sein Konterfei auf Umschläge und Ansichtskarten geklebt. Wer seine Sammlungen vervollständigen will, sollte sich am Karfreitag, 14. April, zwischen 9.00 und 14.00 Uhr im Kulturzentrum umsehen. Dort ist wieder Großtauschtag. Neben Postwertzeichen werden wie gewohnt auch Münzen und Ansichtskarten angeboten. Gastgeber ist die Premnitzer Fachgruppe Philatelie. Eintritt frei!

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