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Gebrauchter Tag in Seelow

Optik-Schlussmann Bjarne Rogall verdiente sich Bestnoten für seinen Auftritt in Seelow.
Optik-Schlussmann Bjarne Rogall verdiente sich Bestnoten für seinen Auftritt in Seelow. © Foto: Roesenberger/Archiv
Detlef Nießner / 20.03.2017, 14:39 Uhr
Seelow/Rathenow (MOZ) Die Oberliga-Fußballer des FSV Optik Rathenow sind beim SV Victoria Seelow nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus gekommen. Dabei trafen die Rathenower in der 90. Minute zum vermeintlichen Siegtreffer, mussten in der Nachspielzeit aber noch den Ausgleich hinnehmen. "Das war ein ganz schweres Auswärtsspiel für meine Mannschaft", meinte Optik-Trainer Ingo Kahlisch nach dem Spiel.

Durch die Verletzung von Emre Turan war der Optik-Trainer zu einer Umstellung seiner Vierer-Abwehrkette gezwungen. Für Turan rutschte Arda Dülek in die Mannschaft, Marc Langner rückte von der rechten Verteidigerposition in die Mitte.

Bereits früh legten die Rathenower den Vorwärtsgang ein. Dragan Erkic verzog jedoch aus aussichtsreicher Position. Wenig später war es Süleyman Kapan, der per Volleyschuss nicht traf. Doch bereits da war auffällig, dass die Gegner leidenschaftlicher und taktisch disziplinierter als bei der 1:6-Niederlage in Rathenow agierten. "Seelow war sehr motiviert und hat enorm körperbetont agiert", so der Rathenower Trainer.

Mit zunehmender Spieldauer kauften die Gastgeber den Rathenowern immer mehr den Schneid ab. "Wir haben im zentralen Bereich keinen Zugriff bekommen", fasste Kahlisch zusammen. Folgerichtig gingen die Seelower durch Mariusz Wolbaum nach einer halben Stunde mit 1:0 in Führung. Der Optik-Elf fiel danach nur wenig ein. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Cihan Ucar rüde von den Beinen geholt. Victoria erhielt dafür jedoch nur eine Gelbe Karte - eine von insgesamt elf!.

"Das Schiedsrichter-Trio hat auch nicht seinen besten Tag erwischt", monierte Ingo Kahlisch nach dem Spiel. Christopher Gaunitz wurde es in der äußerst giftigen Atmosphäre auf dem Platz und dem unsportlichen Verhalten auf den Rängen nicht leicht gemacht, er erwischte allerdings bei der Verwarnungsorgie zu oft die falschen Akteure.

In der zweiten Hälfte trafen beide Mannschaften zunächst das Aluminium. Die Ostbrandenburger hatten Pech mit der Latte, für die Westhavelländer hatte Erkic zuvor den Pfosten getroffen. In der turbulenten Schlussphase lag der Ball gleich mehrmals im oder fast im Tor. Erst hatte Murat Turhan den Ball an Victoria-Keeper Rafal Lopusiewicz vorbei zum 1:1 (80.) ins Tor gespitzelt. Nach 88 Minuten jagten die Gastgeber das Leder freistehend an die Latte, den Nachschuss parierte Optiks Bester, Bjarne Rogall, sensationell.

In der letzten regulären Minute traf Erkic, mit einem noch leicht abgefälschten Schuss, sogar zur Rathenower 2:1-Führung. Wer nun aber glaubte, das Spiel wäre entschieden, sah sich getäuscht. In der berechtigten Nachspielzeit landete ein langer Ball bei Marcel Georgi, der ungehindert flach zum 2:2-Endstand einschießen konnte. Immer noch war nicht Schluss, den allerletzten Freistoß erwischte Turhan mit dem Kopf, doch Lopusiewicz hielt.

"Gegen einen guten Gegner kann man mal Unentschieden spielen. Aber ich habe den Jungs gesagt, dass man eine späte Führung auch mal über die Zeit bringen muss", so Ingo Kahlisch abschließend.

Optik: Rogall (G) - Dülek (58. Aslan), Langner (G), Ringhof, Stachnik - Ucar (G), Leroy (71. Duljevic)- Wilcke (G), Kapan (G/ 83. Lindau), Erkic - Turhan (G).

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