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"Der Ohrwurm" zum 150. Mal

Günther Peschl, mit Ehefrau Brigitte, gibt seit 1991 die CD "Ohrwurm" für Sehbehinderte und Blinde heraus.
Günther Peschl, mit Ehefrau Brigitte, gibt seit 1991 die CD "Ohrwurm" für Sehbehinderte und Blinde heraus. © Foto: privat
Sandra Euent / 20.04.2017, 05:25 Uhr
Havelland (MOZ) Das Hörmagazin "Der Ohrwurm" ist ein Informations- und Unterhaltungsmagazin für die Verbandsmitglieder der Bezirksgruppe Westhavelland im Blinden- und Sehbehinderten-Verband Brandenburg, steht aber auch interessierten Gasthörern aus nah und fern zur Verfügung. Der Ohrwurm wird von Günther Peschl erstellt, erscheint jeden zweiten Monat auf CD und erreichte im April 2017 die 150. Jubiläumsausgabe.

Etwa 50 Verbandsfreunde der Bezirksgruppe Westhavelland und 60 Gasthörer aus sieben Bundesländern erhalten die CD regelmäßig. Im Ohrwurm befinden sich Berichte über das Verbandsgeschehen, Informationen über sozial-rechtliche Neuigkeiten, Tipps und Empfehlungen für den Blinden-und Sehbehindertenalltag, Vorstellungen von Blindenhilfsmitteln, Wissenswertes und Unterhaltsames sowie Sprachaufnahmen aus der Hörerschaft.

Die Anregung für ein solches Hörmagazin bekam Günther Peschl im Rahmen eines Freundschaftsbesuchs 1990 in Rendsburg, wo es ein ähnliches Hörmagazin schon viele Jahre gab. Mit Hilfe einer großzügigen Spende der Rendsburger konnte die erste einfache Aufnahmetechnik angeschafft und im Juni 1991 die erste Hörkassette gefertigt werden.

Peschl wählte den Namen "Ohrwurm", weil er ein Hörmagazin herausbringen wollte, das man immer wieder gerne hört, eben wie bei einem Musik-Ohrwurm.

Für jede Ohrwurm-Ausgabe benötigt Peschl zirka 50 Stunden: Vorbereitung, Sichtung von Informationsmaterial, Grobschnitt, Einfügen von Musikbrücken, Zusammenfügen der einzelnen Beiträge und den abschließenden Feinschnitt. Die Endbearbeitung und Vervielfältigung der CDs erfolgt im Tonstudio von "Dandy" Hartmut Hübener in Milow.

Anlässlich der 150. Jubiläumsausgabe des Ohrwurms entschied sich Günther Peschl gemeinsam mit Hartmut Hübener, auf der Grundlage aller Ohrwurm-Ausgaben eine Verbandschronik zu erstellen. Diese Verbandschronik widerspiegelt damit die wesentlichsten Bestandteile des gesamten Verbandslebens und die wichtigsten Arbeitsinhalte in der Bezirksgruppe seit 1991 und ist für den Verband eine wertvolle Bereicherung und bleibender Zeitzeuge der Verbandsgeschichte. Aufgrund des gemeinnützigen Charakters des Chronik-Projekts übernahm die MBS Potsdam den durchaus beträchtlichen finanziellen Herstellungsaufwand.

Der Verband hofft und wünscht sich, dass Günther Peschl mit seinen 77 Jahren noch viele Ohrwürmer produzieren kann und dem Verband noch lange verbunden bleibt, obwohl er inzwischen in Potsdam lebt.

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