Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de
Logo Brandenburger Wochenblatt
Unser Gewinnspiel zu Weihnachten - Heute Freikarten zu gewinnen!

Neue Probenräume für Mieter benötigt

Volker Pandora in seinem Probenraum im Askania-Keller.
Volker Pandora in seinem Probenraum im Askania-Keller. © Foto: weber
Simone Weber / 12.10.2017, 17:01 Uhr
Rathenow (MOZ) Werden in Rathenows Innenstadt alte Industriebrachen mit Millionenaufwand entwickelt, tangiert das auch jene, die bislang dort günstig Räumlichkeiten mieteten. In den letzten Wochen wurde verstärkt über die Zukunft der derzeit in den ehemaligen Räumen des Askania-Werkes eingemieteten Musiker diskutiert. Am vorigen Donnerstag lud die Askania-Immobilienverwaltung Betroffene sowie Vertreter der Stadt, des Landkreises, Stadtverordnete, Unternehmer sowie Vertreter der hiesigen Wohnungswirtschaft zu einem Forum ein.

Dieses fand in den Büroräumen, 1. Etage, in der Geschwister-Scholl-Straße 10/11 statt. Bürgermeister Ronald Seeger (CDU), Katrin Rentmeister vom städtischen Kulturamt, zwei Unternehmervertreter und René Hill (CDU) vom Bildungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung wollten mit Vertretern der Musiker diskutieren.

Neben neun Bands sind weitere Nutzer von aktuellen Sanierungsplänen betroffen. Insgesamt sind es 32 Mietparteien. Bands wie "45CBS" gehören seit 20 Jahren zu den Mietern. Die Band zahlt in den Räumen im Keller und in oberen Etagen zwischen 50 und 100 Euro Miete, inklusive Nebenkosten, aber ohne Strom. Die meisten Räume verfügen über keine Heizung.

"Erste mögliche Auszüge von Bands sehe ich frühestens Ende 2018, eher im ersten Halbjahr 2019", so Wilfried Löbel. Der Geschäftsführer der Askania-Immobilienverwaltung machte deutlich, dass er ein Interesse daran hat, dass seine Mieter neue Räumlichkeiten finden, sieht aber auch Stadt und Landkreis mit in der Verantwortung und verwies in diesem Zusammenhang auf die Kulturentwicklungsplanung des Landkreises aus dem Oktober 2016. Den Mietern wird er in den nächsten Tagen Fragebögen anbieten, um die Bedürfnisse, wie die benötigte Raumgröße, seiner derzeitigen Mieter zu erfassen.

"Uns ist klar, dass wir uns möglichst zusammenschließen sollten, um neue Probenräume, am besten in einem gemeinsam genutzten Gebäude in Rathenow zu finden", sagte Julien Glapski. Seine Band "The Anulus" probt seit 2012 in den Askania-Werken.

"Das ehemalige Musikschulgebäude in der Großen Hagenstraße steht seit rund zehn Jahren leer. Als künftiges Haus für die Kreativen wäre es mit den entsprechenden Räumen und einer Bühne ideal", warf Marcel Böttger in die Diskussion ein. "Der Eigentümer, der Landkreis, beabsichtigt das Gebäude an die KWR zu verkaufen. Es soll, wegen des schlechten Zustands des Dachs abgerissen werden."

Dass die Suche nach einem geeigneten Gebäude für die Musiker nicht zwangsläufig schwierig sein muss, offenbarte sich ein paar Tage nach dem Forum. Denn Julien Glapski sagte: "Wir haben möglicherweise künftige Räume in Rathenow gefunden.Da könnten alle bisherigen Bands der ehemaligen Askania-Werke einziehen." Konkreter wurde der Musiker allerdings nicht.

Wer in Sachen Mietangebote mit Band und/oder Askania-Immobilienverwaltung in Kontakt treten will, melde sich unter 03385/512404 oder per E-Mail an w.h.loebel@gmx.de.

Für Anfang Dezember wurde übrigens ein weiteres Treffen vereinbart.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG