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Abschied
„Ich bin quasi mit ihr aufgewachsen“

Annette Lapschies musizierte zum Abschied mit vielen ihrer Schüler.
Annette Lapschies musizierte zum Abschied mit vielen ihrer Schüler. © Foto: weber
Simone Weber / 10.07.2018, 08:15 Uhr
Rathenow „Schön ist es auf der Welt zu sein“, sang der „Happy Chor“ der Rathenower Werkstätten als Ständchen zum Abschied von Annette Lapschies als Musiklehrerin an der Kreismusikschule in Rathenow, die zwischenzeitlich in städtischer Trägerschaft war. Nach 39 Dienstjahren, also nach ihrem gesamten Berufsleben wurde die nahe Königs Wusterhausen geborene Diplom-Musikpädagogin zum Ende des Schuljahrs auf ihren Wunsch hin vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet. Zum Abschiedskonzert, mit großer Anteilnahme, spielten zwei Dutzend derzeitige und ehemalige Geigen- sowie sechs Cello-Schüler und andere Musiker mehrere Stücke.

„Ich habe mir halbwegs den besten Beruf ausgesucht, und das wünsche ich auch meinen Schülern“, so Annette Lapschies. „Ich kann jetzt mehr Zeit mit meiner Mutter sowie meinen Kindern und Enkeln verbringen. Richtig Lust habe ich darauf, mehr zu gärtnern und mit dem Rad auch größere Ausflüge zu machen. Ich bin auch schon lange nicht mehr mit dem Kanu auf der Havel gefahren.“

Einige der Schüler spielten ihrer Lehrerin nach dem Konzert noch ein besonderes, privates Ständchen. So auch die 16-jährigen Freundinnen Luisa  und Juliana, die vor zehn Jahren mit dem Geigenunterricht bei Annette Lapschies begannen. „Von Beginn an, seit zwölf Jahren ist Frau Lapschies meine Violinenlehrerin. Ich bin quasi mit ihr aufgewachsen“, sagte die 17-jährige Helena. „Sie ist sehr geduldig, egal was passiert und fand immer die richtigen Worte – auch außerhalb des Unterrichts. Der Unterricht machte immer wieder Spaß mit ihr. Sie war eine besondere Lehrerin.“

Irene Gallego, gebürtige Spanierin aus Berlin, seit letztem Schuljahr Geigenlehrerin auf Honorarbasis wird Annette Lapschies Schüler übernehmen. Die Arbeit mit der „Happy Band“ und dem „Happy Chor“ der Rathenower Werkstätten wird Musiklehrer Markus Tecklenburg weiterführen.

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