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Gewerbeflächen
Noch 29 Hektar in Premnitz zu haben

Finanzminister Christian Görke (li.) mit Standortmanager Roy Wallenta an der ipp-Karte.
Finanzminister Christian Görke (li.) mit Standortmanager Roy Wallenta an der ipp-Karte. © Foto: weber
Simone Weber / 06.11.2018, 14:33 Uhr
Premnitz Nur 29 der insgesamt 200 Hektar des Industrieparks Premnitz (ipp) sind noch nicht vermarktet. Bis auf knapp zwei Hektar im Eigentum der Stadt Premnitz gehören die Flächen der Landesentwicklungsgesellschaft für Städtebau, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg mbH (LEG). Sie ist 100-prozentiges Tochterunternehmen des Landes, aber seit 2001 in Liquidation. Dennoch werden alle laufenden Projekte geordnet zu Ende geführt. Das fällt in die Zuständigkeit des Finanzministeriums. Dessen Chef besuchte am Donnerstag den ipp-Standortmanager, Roy Wallenta, um Vermarktungschancen zu besprechen.

„Industrieflächen sind in Brandenburg rar geworden. In Berlin gibt es gar keine mehr“, erklärte Minister Christian Görke (Die Linke). In der Mark würden gerade noch fünf Industrieparks existieren, in denen aus baurechtlicher Sicht noch Ansiedlungen großer Industriefirmen möglich wären. Neben Schwedt, Guben, Schwarzheide und Schwarze Pumpe gehöre Premnitz mit dem Industriepark  dazu. In den letzten Jahren habe die LEG im ipp 78 Millionen Euro investiert, um die Flächen zu erschließen und zu revitalisieren. Die noch freien 29 Hektar stünden zur sofortigen Vermarktung bereit, so der Minister weiter.

Derzeit sind rund 45 Firmen im Industriepark angesiedelt – vom Handwerker mit fünf Angestellten bis zur Märkischen Faser mit rund 550 Mitarbeitern. Viele Unternehmen wie Domo Engineering Plastics, Jacobi oder Vogt Plastic beschäftigen rund 100 Angestellte. „Die Firmen im ipp bieten zur Zeit rund 1.400 Arbeitsplätze“, erklärte Roy Wallenta. „Das Potential bei vollständiger Vermarktung aller noch freien Flächen liegt bei 2.000 bis 2.500 Mitarbeitern.“

Um dies auszuschöpfen, sind auch die entsprechenden Fachkräfte nötig. Diese müssten angeworben, aber auch verstärkt in der Region ausgebildet werden. „Gerade die Oberschüler, die die Region nicht zu einem Studium verlassen, müssen für Berufe im ipp interessiert werden“, empfahl Görke.

Es gebe regelmäßig Anfragen von Unternehmen, zirka zwei pro Monat, zu Möglichkeiten der Ansiedlung, so der Standortmanager gegenüber seinem Gast aus Potsdam. „Oft sind es Logistik-Firmen, die einerseits größere Flächen suchen und auch eine bessere Anbindung an die Autobahn benötigen.“ Die B102 zur Autobahnanschlusstelle bei Brandenburg an der Havel wird derzeit ausgebaut. Ein weitere Chance zur besseren Anbindung der Region stellt die derzeit in Bau befindliche  A14 dar, die westlich  des Landkreises in Sachsen-Anhalt verlaufen wird.

Indes will Finanzminister Görke Anfang kommenden Jahres in interministerieller Runde die bessere Vermarktung der Industrieflächen in Brandenburg ansprechen. Demnach wird  da auch der ipp eine Rolle spielen. Letzte Erfolgsmeldungen aus dem Industriepark gab es vor einem Jahr, als letzte Fläche wurde die des ehemaligen Viskose-Werks revitalisiert. Rund zehn Millionen der 13 Millionen Euro Investitionskosten trug das Land in Form von Fördermitteln. „Derzeit stehen die Verhandlungen zur geplanten Ansiedlung einer Ersatzbrennstoffanlage vor dem Abschluss“, so Roy Wallenta.

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