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Sternenpark
Januar 2019 mit totaler Mondfinsternis

Fotoreihe: die zweite Hälfte der totalen Mondfinsternis vom 27. Juli 2018.
Fotoreihe: die zweite Hälfte der totalen Mondfinsternis vom 27. Juli 2018. © Foto: Thomas Becker
Thomas Becker / 04.01.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 08.01.2019, 11:14
Parey (MOZ) Die letzte totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018 hatte für großes Interesse in der Bevölkerung gesorgt, fand sie doch zur besten Zeit an einem Freitagabend statt. Das warme und sonnige Wetter tat sein Übriges dazu, und so konnten die Schaulustigen im Sternenpark Westhavelland und deutschlandweit das Schauspiel verfolgen. Fast genau ein halbes Jahr später folgt nun am 21. Januar die nächste sehr gut zu beobachtende totale Mondfinsternis über Deutschland.

Das bedeutet, der Vollmond durchquert den Kernschatten der Erde und wird deutlich verfinstert. Während die astronomischen Bedingungen sogar besser sind als im vergangenen Sommer, wird wohl diesmal die Öffentlichkeit nicht so ein großes Interesse entwickeln. Die Gründe dafür sind der ungünstige Zeitpunkt an einem frühen Montagmorgen sowie die Wetteraussichten, die bei klarem Wetter zumindest dicke Winterkleidung erforderlich machen werden.

Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde erfolgt um 4.33 Uhr. Die totale Verfinsterung beginnt um 5.41 Uhr. Der Mond erscheint dann als orangefarbene Kugel. Das ist Sonnenlicht, welches durch die Erdatmosphäre in den Erdschatten gebrochen wird. Bis zur Mitte der Finsternis um 6.12 Uhr ist es noch komplett dunkel. Erst danach beginnt die Dämmerung, die aber bis zum Ende der Totalität um 6.43 Uhr noch kaum in Erscheinung tritt.

Erst die letzte Phase der Finsternis, der langsame Austritt aus dem Kernschatten der Erde, ist unter immer heller werdendem Himmel zu beobachten und endet um 7.50 Uhr, kurz vor dem Untergang des Mondes.

Sicherlich spannend zu verfolgen sein wird der Wechsel von einem monderhellten Nachthimmel mit nur wenigen Sternen zu einem dunklen sternenübersäten Firmament, sobald die Totalität eintritt. Dafür lohnt es sich, einen dunklen Platz aufzusuchen, während die Finsternis selbst natürlich von jedem Ort zu bewundern sein wird, der eine freie Sicht nach Westen ermöglicht. Es ist übrigens für die nächsten rund zehn Jahre die letzte gut zu sehende totale Mondfinsternis über Deutschland. Ein Grund mehr, an diesem Tag mal etwas früher aufzustehen.

Bleibt zu hoffen, dass der Wettergott diesmal gnädiger gestimmt ist als beim Sternschnuppenschauer der Geminiden Mitte Dezember. In diesen zwei Nächten gab es nicht die kleinste Wolkenlücke. Ein Schicksal, das viele winterliche Ereignisse am mitteleuropäischen Nachthimmel teilen.

Wer jedoch den Planeten Venus als „Morgenstern“ sehen möchte, dem steht ein größeres Zeitfenster zur Verfügung. Am 6. Januar erreicht der Planet die beste Sichtbarkeit und steigt schon gegen 4.30 Uhr im Südosten als strahlend heller, weiß leuchtender „Stern“ über den Horizont. Noch bis in den März hinein wird sie zu sehen sein, bis sie sich allmählich vom Morgenhimmel zurückzieht.

Mondphasen: Neumond - 06.01. / Erstes Viertel - 14.01. / Vollmond - 21.01./ Letztes Viertel - 27.01.;Veranstaltungen: Informationen dazu auf www.sternenpark-westhavelland.de; Do. 10.01. / 18.00 Uhr - „Öffentliche Beobachtung am Sternenhimmel“ - Vortrag mit Beobachtung im Naturparkzentrum in Milow, Stremmestraße 10. Spende erbeten; Do. 17.01. / 19.00 Uhr - „Mondscheinfieber“ - Beobachtungsabend im Sternenblick Parey (nur bei klarem Himmel), Pareyer Dorfstraße 5, 14715 Havelaue OT Parey. Spende erbeten.

Ob am 21. Januar zur Mondfinsternis eine öffentliche Beobachtung stattfinden wird, erfahren Sie kurzfristig spätestens am 19. Januar auf der Webseite des Sternenparks. Wenn Sie Interesse an einer Beobachtung haben, schreiben Sie dies als Mail an: thomas.becker@LfU.brandenburg.de

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