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Geführt
Mit Multimediaguides auf Museumstour

Rathenower Geschichte auf Tablet-PCs.
Rathenower Geschichte auf Tablet-PCs. © Foto: KUZ
rez / 10.01.2019, 16:31 Uhr
Rathenow Das Optik-Industrie Museum im Herzen der Optikstadt Rathenow ermöglicht ganzjährig eine Zeitreise von den Anfängen der optischen Industrie bis in die Neuzeit und vermittelt viel Wissenswertes mit Aha-Effekt. Dass Optik viel mehr ist als „nur geschliffenes Glas“, dass der Beryll Namensgeber für die Brille ist, dass der erste deutsche Hersteller von  Speziallinsen für Leuchttürme und Feuerschiffe aus Rathenow stammt, was sich hinter „Flohgläsern“ verbirgt und aus welchen Materialien Brillenfassungen und Etuis für Brillen gefertigt wurden - all das und noch viel mehr wird in diesem Museum erklärt und gezeigt. Zu finden ist es im Kulturzentrum am Märkischen Platz. In der Dauerausstellung sind auf rund 400 Quadratmeter mehr als 1.200, teils  sehr wertvolle und einmalige Exponate zu sehen.

Seit mehr als einem Jahr ist das neueste Projekt des Museums am Start und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die kleinen Tablet-PCs tragen dem Wunsch der Besucher nach mehr Informationen Rechnung. Ausreichend Speicherkapazität macht es möglich, spannende und ungewöhnliche Geschichten hinter bestimmten Objekten der Ausstellung zu erfahren, Einblicke in historische Werbekataloge der optischen Firmen zu erhalten, tiefer in die Stadtgeschichte einzutauchen oder auch in Bildern einen Spaziergang durch das historische Rathenow zu machen. Die Informationen sind in Textform, als Grafik bzw. Foto abgespeichert, auch einige Videos sind abrufbar. Unter anderem hat die Fielmann AG bereits einen Film mit ihrem offiziellen Firmenporträt zur Verfügung gestellt.Das Projekt „Museumsguide“ ist freilich damit nicht abgeschlossen, die Themenbereiche werden ergänzt und weiter ausgebaut. So werden beispielsweise aktuelle Infos oder neues Bildmaterial aufbereitet und beim nächsten Update aufgespielt. Ein interaktiver Stadtplan mit Unternehmen und Institutionen der optischen und augenoptischen Industrie und den Bildungseinrichtungen befindet sich derzeit noch im Aufbau, die ersten Einträge sind bereits abrufbar. Hier sind  Informationen zu Unternehmen und Institutionen, deren Lage, Portfolios und Kontaktdaten gespeichert.

Großer Wert wird auf den museumspädagogischen Bereich gelegt. Sachkundige Führungen, individuell abgestimmt auf Alter und Fachwissen. Im Vordergrund stehen das selbstständige Entdecken und Erforschen als willkommene und fächerübergreifende Ergänzung zum Unterricht. Als Lernort ist das Museum auch für Auszubildende, Studierende und Fachbesucher sehr geeignet.

Ferner hält der Museumsshop verschiedene optische Spielereien und Souvenirs, voll funktionstüchtige Bausätze mit hochwertigen Filtern und Linsen bereit. Bücher und Broschüren zur Fachthemen und zur Geschichte der Optik sowie Regionalgeschichtliches vervollständigen das Angebot. Auch die kleinen Fläschchen „Dunckers Augentropfen“ gelten als heiß begehrtes Mitbringsel. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr. Mehr Infos auf www.oimr.de oder unter 03385/519040.

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