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Ausstellung
Zietenhusaren schrieben Stadtgeschichte

Matthias Brunn (re.) und  Peter Dietze vor der Messingtafel aus der früheren „Prinzenvilla“, aktuell zu sehen in einer Ausstellung über die Zietenhusaren.
Matthias Brunn (re.) und  Peter Dietze vor der Messingtafel aus der früheren „Prinzenvilla“, aktuell zu sehen in einer Ausstellung über die Zietenhusaren. © Foto: Weber
Simone Weber / 21.02.2019, 15:36 Uhr
Rathenow Stationiertes Militär gibt es in Rathenow nicht mehr.  Dieses lange Kapitel Stadtgeschichte ist beendet. An diesem mitgeschrieben haben von 1851 bis 1919 die umgangssprachlich sogenannten Zietenhusaren. Eine Ausstellung in der Berliner Straße 80, gestaltet durch den Förderverein für ein zu errichtendes Heimatmuseum, widmet sich dem „Brandenburgischen Husaren-Regiment (Zietensche Husaren) Nr. 3“.

Die Ausstellung  mit Leihgaben von Vereinsmitgliedern und anderen Rathenowern schildere, wie die Zietenhusaren das gesellschaftliche Leben Rathenows über 70 Jahre lang mitprägten, wie Vereinschef Peter Dietze zur Eröffnung am Mittwoch erklärte.  Neben Fotos, alten Postkarten, Dokumenten und Büchern sind Exponate wie Reservistenkrüge, Orden und Auszeichnungen, eine Gefreitenuniform und eine mehr als 100 Jahre alte Schallplatte mit einer Aufnahme der Zietenhusaren-Kapelle zu sehen. „Die wollen wir auf einem entsprechenden Gerät mal abspielen“, so Vereinsmitarbeiter Olaf Schwaß, „keiner von uns hat die Aufnahme bisher gehört.“

Einige der Tafeln und Vitrinen stellen die Geschichte des inzwischen ruinösen Offizierskasinos in der Bahnhofstraße dar, dessen Abriss beschlossene Sache ist. Wenige Gegenstände wie Originalteile eines Kronleuchters werden gezeigt. Im Jahr 1913 diente zwei Monate lang Prinz Ernst August von Braunschweig und Lüneburg, Ehegatte der preußischen Prinzessin Victoria Lusie, als Rittmeister im Zietenregiment und wohnte in der sogenannten „Prinzenvilla“, die es nicht mehr gibt. Sie stand an der Ecke Berliner/Friedrich-Engels-Straße.  Rudimente sind ein Pavillon im Garten des heutigen Nachbargrundstücks sowie eine Metalltafel, die nun als Leihgabe in der Ausstellung zu sehen ist. Die war 2009 bei der Gebäudesanierung wieder ans Tageslicht gekommen. Hausbesitzer Matthias Brunn berichtete am Mittwoch darüber.

Die Ausstellung ist dienstags, mittwochs und freitags, 11.00 bis 17.00 Uhr, sowie samstags und sonntags, 13.00 bis 17.00 Uhr, geöffnet. Donnerstags können Kitas, Schulen und Horte nach vorheriger Absprache mit Olaf Schwaß unter  0162/6286547 die Schau besichtigen. Mehr Informationen zum Förderverein gibt es online auf www.heimatmuseum-rathenow.de.

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