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Rhinower feierten Erfolg mit Spielplatz-Party

Manuela Bohm / 16.04.2019, 13:05 Uhr
Rhinow (MOZ) Auf die Plätze, fertig, losgespielt! Mit einer Party feierten Rhinower den Erfolg einer Initiative, die sich um den Aufbau eines neuen Spielplatzes bemüht hat. Vor zwei Jahren begann alles damit, dass das Amt Rhinow die damals schon in die Jahre gekommenen Spielgeräte abbauen lassen musste, weil sie eine TÜV-Überprüfung wohl nicht mehr überstanden hätten.

"Wir wussten nicht, was die Stadt mit dem Grundstück vorhatte und hatten uns schnell entschlossen, dass der Spielplatz erhalten bleiben muss", sagt Jana Barthels, eine der in der Initiative aktiven fünf Elternpaare. Ein Konzept wurde erarbeitet, Gespräche mit Stadt und Amt geführt und um Spenden geworben. Mit dem Geld, viel Engagement verschiedener Beteiligter, Sachspenden und Arbeitsleistungen konnte der Platz neu gestaltet werden. Ganz anders ist nun das Erscheinungsbild des Spielplatzes: Eine kleine Dirtbahn kann mit Rädern befahren werden und lockt auch ältere Kinder an. Drei Spielgeräte konnten aufgebaut werden und bieten Kindern verschiedener Altersgruppen Potenziale, sich ausgiebig auszutoben und auszuprobieren. Schaukeln sind dabei, eine Rutsche, Kletterbereiche und vieles mehr. Eine Garagenwand wurde zur Malwand, Bänke sind hinzugekommen und Buddelmöglichkeiten.

Ausgiebig probierten und testeten die Besucher der Party am vergangenen Samstag die Gegebenheiten - Langeweile dürfte an jenem Nachmittag wohl ein Fremdwort geblieben sein. Laufräder, Roller und andere Fahrzeuge mit Rädern standen zum Ausprobieren auf Dirtbahn und beim kleinen "Straßenrennen" bereit. Die schnellsten auf der Straße wurden prämiert. Ein Hüpfburg ergänzte das übliche Angebot, ebenso wie die Feuerwehr Rhinow mit Fahrten in ihrem Fahrzeug, eine Tombola und ein Kuchenbasar.

Das Fest ist mit viel Liebe und Engagement vorbereitet. Ebenso viel Engagement steckt in der gesamten Initiative. Ohne vertiefte Kenntnisse machten sich die Eltern des Stadtteils Am Mühlenberg daran, die wohnnahe Spielfläche für ihre Kinder, Enkel und Besucherkinder zu erhalten - und stießen auf viele helfende Hände, offene Ohren und auch finanzielle Unterstützung. "Ohne den Heimatverein und seine Hilfe mit dem Spendenkonto hätte die Initiative nicht funktioniert. Dabei verdanken wir viel Grit Lienig, die die Übersicht über die Spenden behielt", sagt Barthels. In Stadtverordnetenversammlungen vorsprechend, bewarben sich die Eltern mit ihrem Vorhaben auch beim IHK-Wettbewerb "Region Zukunft" und gewannen. 1.500 Euro gaben den Startschuss zur Weiterarbeit. "Über 7.000 Euro sind rein an Spendengeldern zusammengekommen. Allein dieses Geld haben wir für die drei Spielgeräte und ihren Aufbau verwendet. Ohne die Hilfe mit Sachspenden und Arbeitsleistungen der vielen Unternehmen, die uns neben Privatleuten unterstützten, sähe der Platz nicht so aus", meint Barthel. Allerdings hätte allein der notwendige Aushub der Erde auf dem Platz an die 15.000 Euro gekostet. Firmen stellten Fahrzeuge und Bagger, mit denen die Erde bewegt werden konnte und die Dirtbahn angelegt wurde.

Geht es nach den Eltern, hat der Platz noch Potenzial für mehr. Nicht nur Spielort, sondern auch Bildungsort könnte er sein. Bisher besuchten den Platz nämlich nicht nur Kinder der umliegenden Straßen, sondern auch von Schule und Kitas. Tafeln könnten hier über Flora, Fauna und die Lilienthal-Geschichte informieren.

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