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Tierheim
Jetzt viel Auslauf für "Blacky"

Erich Elend holte vor fünf Jahren den Riesenschnauzer "Blacky" aus dem Rathenower Tierheim, hier ist er mit Fox-Terrier "Jacky" und Tierheimchefin Jutta Schütze zu sehen.
Erich Elend holte vor fünf Jahren den Riesenschnauzer "Blacky" aus dem Rathenower Tierheim, hier ist er mit Fox-Terrier "Jacky" und Tierheimchefin Jutta Schütze zu sehen. © Foto: Weber
Simone Weber / 20.06.2019, 11:31 Uhr
Rathenow Tag der offenen Tür im Rathenower Tierheim: Viele Menschen, die ihre Katze oder ihren Hund aus der Einrichtung an der Bammer Landstraße zu sich nach Hause holten, kehren gern wieder. So auch Erich Elend. Der Kyritzer brachte am vorigen Sonntag Riesenschnauzer "Blacky" und Fox-Terrier "Jacky" mit.

Die beiden neunjährigen Hunde leben seit rund fünf Jahren bei ihm. "Blacky" holte Erich Elend aus dem Rathenower Tierheim. "Der große Riesenschnauzer war nicht ganz einfach, als er aus privater Haltung zu uns ins Tierheim kam und war einige Zeit bei uns, bis er weiter vermittelt werden konnte", sagte Tierschutzvereins-Vorsitzende Jutta Schütze. "Erich Elend hat das Tier gut erzogen und im Griff."

Regelmäßig kommt der Kyritzer mit seinen Hunden ins Rathenower Tierheim. "Jacky" hatte der Hundefreund aus einem Tierasyl in Sachsen-Anhalt geholt. "In Kyritz gibt es kein Tierheim. Die nächsten Tierheime gibt es bei Bad Wilsnack und in Herzsprung", so Elend, der seit 50 Jahren mit Hunden lebt und bis 1996 einen Hundeplatz in Neustadt/Dosse leitete. "Zu DDR-Zeiten hatte ich schwarze Schäferhunde. Seit sie danach aus der Mode kamen, wurde ich Fan der Riesenschnauzer. Ich lebe allein auf einem großen Grundstück, auf dem die Hunde genügend Auslauf haben. Und im Haus hat jeder von ihnen gar seinen eigenen Raum. Ich verstehe nicht, wie man Hunde in kleinen Wohnungen halten kann."

Am Vormittag gestalteten Kinder der Musik- und Kunstschule Havelland das kulturelle Programm am Tag der offenen Tür. Die Kinderchöre aus Rathenow und Premnitz traten gemeinsam auf und sangen Lieder mit lustigen Texten, wie "Pizza in den Haaren". Auch "Die singende Hyäne" oder die Maus, die von "10.000 Kilo Käse" träumt, brachten die Kinder unter Leitung von Carmen Dahlke mit ins Tierheim. Es war der letzte Auftritt mit der Chorleiterin, die zum Schuljahresende als Gesangslehrerin der Kreismusikschule aufhört. "Kiwara" verzauberte die kleinen und großen Gäste mit seinen Zaubertricks. Auch die Kinder der Kreismusikschul-Tanzgruppe "Fantasia" treten immer wieder gern im Tierheim auf. So auch als süße kleine "Bienchen". Nadine Köpernick, die in Bamme den Pferdehof "Stall Leben" betreibt, brachte ihre "Marie" mit ins Tierheim. Auf dem Rücken des Shetland-Ponys konnten die kleinen Gäste eine Runde auf dem Gelände drehen. Veranstaltungsmanager Manfred Rücker sorgte für vegetarisches Mittagessen mit Folienkartoffeln, Nudeln mit Tomatensauce oder frisch gebackenen Kartoffelpuffern.

"Bei einer Kapazität an Plätzen für 50 Hunde und 55 Katzen beherbergt das Tierheim Rathenow derzeit 35 Hunde", so Schütze und sagte auch: "Ein Problem seit mehreren Jahren ist, dass unter den im Tierheim betreuten Hunden ältere und größere Tiere schlecht weiter vermittelt werden können."

Die Zahl der Katzen, zirka 30 bis 40, ändere sich nahezu täglich. "Erst gestern kamen fünf Junge aus einer Gartenanlage in Gapel dazu. Ihre Mutter wurde wohl überfahren. Weitere junge Katzen sind in privaten Pflegestellen untergebracht. Die meisten Katzen kommen erfahrungsgemäß erst im Monat September ins Tierheim", erzählte die Tierschützerin und warb erneut eindringlich für die Kastration von Freigänger-Katzen, die in privaten Haushalten gehalten werden.

Das Tierheim in der Bammer Landstraße 33c ist montags bis freitags von 9.00 bis 12.00 und 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Infos gibt es unter 03385/510494. indes werden auf http://tierheim-rathenow.jimdo.com Hunde, Katzen und Kleintiere in Wort und Bild vorgestellt.

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