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SVV
Matroschka für den Bürgermeister

Die Stadtverordneten Marcel Böttger (Die Linke) und Christian Rieck (Die Partei) erläuterten den Sinn der Matroschka, die kurz danach der Bürgermeister erhalten hat.
Die Stadtverordneten Marcel Böttger (Die Linke) und Christian Rieck (Die Partei) erläuterten den Sinn der Matroschka, die kurz danach der Bürgermeister erhalten hat. © Foto: Weber
Simone Weber / 25.06.2019, 15:49 Uhr
Rathenow Für fünf Jahre wählten die Rathenower am 26. Mai ihre 28 neuen Stadtverordneten. Mit rund 50 Prozent lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als bei der letzten Kommunalwahl 2014. Nicht nur neue Gesichter, sondern auch neue Parteien sind nun in der SVV vertreten: die AfD und Die Partei.

Die Linke verlor am 26. Mai zwei ihrer vormals neun Sitze. Für die CDU reichte es nur noch für sieben Sitze, inklusive dem des parteilosen Ingo Wilimzig, der auf der CDU-Wahlliste stand. Die Kandidaten beider Parteien hatten die meisten Stimmen erhalten. Doch hat sich das Kräfteverhältnis nun verschoben.

Der Stadtverordnete Christian Rieck (Die Partei) schloss sich der Linke-Fraktion an. Gemeinsam hat man jetzt acht Stimmen.  Wilimzig wechselte derweil aus der CDU- in die  AfD-Fraktion. Ihre vier Kandidaten sind nun Stadtverordnete. Durch Wilimzigs Wechsel hat man nun fünf Stimmen.

Die SPD hat vier Sitze bzw. Stimmen, plus der von Jean-Luc Meier (Bündnis’90/Die Grünen). Die FDP (2) und Freie Wähler Rathenow (vormals Pro Rathenow) bilden eine dreiköpfige Fraktion. Die NPD hat erneut einen Mann in der SVV.

Drin ist auch Ronald Seeger (CDU). Er ist zwar stimmberechtigt, gehört aber nicht der Fraktion seiner Partei an. In der konstituierenden SVV-Sitzung erinnerten die Stadtverordneten Marcel Böttger (Die Linke) und Christian Rieck (Die Partei) an die "Schein-Kandidatur" des Bürgermeisters. Denn als kommunaler Wahlbeamter gehört er ohnehin der SVV an. Hätte er nach seiner Wahl der CDU-Fraktion angehören wollen, hätte Seeger dafür seinen Job im Rathaus an den Nagel hängen müssen. Dass er sein errungenes Mandat nicht annehmen würde, überraschte daher nicht. Statt seiner rückte Parteifreund Jörg Rakow in die SVV nach. Durchaus originell ist das Präsent das Seeger erhielt: eine Matroschka mit seinem Konterfei und in der ein Figur mit Rakow’s steckte. Bemerkenswert ist der gewachsene Frauenanteil in der SVV, der sich mehr als verdoppelt hat. Waren es bislang nur zwei Rathenowerinnen mit Stadtverordnetenmandat, sind es nun fünf. Abiturientin Rike Timme (parteilos), sie wurde für Die Linke gewählt, ist unter allen Leuten in der SVV mit Abstand am jüngsten. Die nächste SVV tagt am 21. August. Alle Termine des Jahres, auch die der Fachausschüsse, finden sich auf www.rathenow.de.

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Matroschka Ingo Wilimzig Svv Jean - Luc Meier Stadtverordnete

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