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Stadtumbau
Von 1991 bis 2021 insgesamt 122 Millionen Euro

Staatssekretärin Ines Jesse im Gespräch mit KWR-Geschäftsführer Danny Harwardt (re.) und Bürgermeister Ronald Seeger.
Staatssekretärin Ines Jesse im Gespräch mit KWR-Geschäftsführer Danny Harwardt (re.) und Bürgermeister Ronald Seeger. © Foto: Weber
Simone Weber / 09.08.2019, 07:45 Uhr
Rathenow Bis 2021 werden in Rathenow, laut der für die Infrastruktur im Land zuständigen Staatssekretärin Ines Jesse (SPD), insgesamt 54 Millionen Euro Fördermittel in den Stadtumbau investiert worden sein. Neben den Mitteln des Bundes und des Landes  neun Millionen Euro aus EU-Töpfen. Dazu zu rechnen sind jeweils die Eigenanteile der Bauherren, wodurch sich die Investitionen in Rückbau, Sanierung und Neubau seit 1991 auf insgesamt 122 Millionen Euro summieren.

Für die Jahre 2020 bis 2023, erhält die Stadt, gesplittet auf drei Jahre, weitere 850.000 Euro Fördermittel zum Stadtumbau. Bezogen auf die Gesamtinvestitionssumme liegt der Eigenanteil der Stadt bei einem Drittel. Neben den Eigenanteilen müsse die Kommune jeweils auch Vorarbeiten wie entsprechende Konzepte zur Stadtentwicklung finanzieren, so Jesse, die am Mittwoch vom Bürgermeister zu einem Besuch in der Stadt empfangen wurde.

Ronald Seeger (CDU) dankte für die kontinuierliche Förderung des Stadtumbaus über die letzten fast 30 Jahre. "Mit diesen Fördermitteln wurden zunächst viele Wohnhäuser abgerissen, später aber auch saniert und heute teilweise neu gebaut und so innerstädtische Lücken geschlossen. Der Märkische Platz und die Berliner Straße wurden saniert und neu gestaltet", so Seeger. Letztlich habe sich die Strategie bestätigt, an den Rändern der Stadt rückzubauen und damit das Stadtzentrum zu stärken und hiesige Wohnungsunternehmen  zu stabilisieren. Seit 2003 wurden 2.640 Wohnungen abgerissen, zum Großteil im Bestand der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR).

Das derzeit größte Sanierungsvorhaben läuft seit 2011 und noch bis 2021 im "Märkischen Viertel". In der Berliner Straße 8-9a und Goethestraße 1-4a/Berliner Straße 67 entstanden im KWR-Bestand im Zuge der Sanierung und kompletten Umgestaltungen der Ende der 1980er Jahren errichteten Neubaublocks aus vorher insgesamt 104 Wohnungen 79 neue. Derzeit werden die 60 Wohnungen im Wohnblock Berliner Straße 61-66 saniert und, nach Abriss des Blocks in der Forststraße, wird das Wohngebäude Forststraße 1-2a mit zwölf Wohnungen und einer Wohngemeinschaft neu errichtet. "Insgesamt wurden und werden in diese vier Objekte 28,5 Millionen Euro investiert. Neben 3,6 Millionen Euro Fördermitteln und 12,5 Millionen Euro ILB-/KfW-Darlehn beträgt der Eigenanteil 12,2 Millionen Euro", erklärte KWR-Geschäftsführer Danny Harwardt.

Nach einem gemeinsamen Gespräch im Rathaus besichtigte Ines Jesse die Baustelle Berliner Straße 61-66 sowie den Neubau in der Forststraße. Die Staatssekretärin zeigte sich sehr interessiert und war unter anderem von einer Wohngemeinschaft mit neun Einzelzimmern und weiteren Gemeinschaftsräumen beeindruckt. Die Wohngruppenräume werden an einen ansässigen Pflegedienst vermietet. Hier werden Alleinlebende ambulant betreut. Für diese Zimmer gibt es schon mehr Anmeldungen, als die Kapazität hergibt. "Mittlerweile ist auch Neubau ökonomisch wieder darstellbar", so KWR-Chef Harwardt.

Im Rahmen des Besuchs der Infrastruktur-Staatssekretärin lenkte Bürgermeister Seeger den Blick auch auf einen Bereich außerhalb der Kernstadt. In Böhne fordern die Menschen einen die L96 begleitenden Radweg. Da Landesstraße ist das Land zuständig. Konkret geht es um die Schließung einer insgesamt 2.814 Meter langen Radweg-Lücke zwischen dem Kreisverkehr bei Steckelsdorf  und Böhne. Genau genommen sind es aber zwei Lücken  an der Landesstraße, eine ist 454 Meter lang, die andere 2.360 Meter.

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