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Fußball-Regionalliga
Optik-Trainer Ingo Kahlisch maßlos enttäuscht nach Spiel in Fürstenwalde

Yasmine Nießner / 02.12.2019, 14:25 Uhr
Fürstenwalde Das war nichts! Nach einer vor allem in der ersten Hälfte enttäuschenden Leistung unterlag der FSV Optik Rathenow bei Union Fürstenwalde völlig zu Recht mit 1:3. Die 3:0-Pausenführung der Gastgeber schmeichelte den Rathenowern sogar noch.

Schon beim Abschlusstraining am Samstag stellte sich heraus: bei Yavuz Aydogdu geht es wieder, bei Leon Hellwig noch nicht. Für den gesperrten Jerome Leroy übernahm Benjamin Wilcke die Kapitänsbinde. Soweit die Geschichten aus dem Vorfeld.

Im Spiel selbst war nach 15 Sekunden klar, wie es laufen würde. Da hatte sich Gian-Luca Schulz durchgesetzt und zog sofort ab. Optik-Schlussmann Lucas Hiemann hielt, das sollte im weiteren Verlauf noch (viel zu) oft nötig sein. Optik fand überhaupt nicht rein in die Partie, stand entweder weit weg vom Gegner oder verlor die Zweikämpfe. Und vorn waren zwei Kopfbälle von Caner Özcin und Glodi Zingu, beide in die Arme von David Richter, die ganze Ausbeute der ersten 45 Minuten.

Als die vorbei waren, stand es 3:0. Obwohl es sich zunächst um eine Situation aus dem Spiel heraus und anschließend um einen Standard handelte, ähnelten sich die beiden ersten Treffer auf frappierende Weise. Beim 1:0 wurde Kimmu Hovi erst abgeblockt, durfte aber dann im zweiten Versuch ungehindert einschießen. Beim 2:0 lag der Ball auf dem Elfmeterpunkt. Von außen war nur zu sehen, das nach einer Ecke mehrere Spieler zu Boden gingen. Da es jedoch nur sehr leise und zarte Proteste beim Optik-Team gab, könnte die Entscheidung des souveränen und völlig unaufgeregt leitenden Matthias Lämmchen in Ordnung gehen.

Wie in der Vorwoche parierte Lucas Hiemann, konnte den mittig gezogenen Ball allerdings nicht festhalten. "Alle bei uns reißen die Arme hoch und jubeln, keiner macht weiter", ärgerte sich der Keeper hinterher. Tatsächlich reagierte nur Elfmeterschütze Darryl Geurts und verwandelte den Nachschuss. Schön heraus gespielt war das 3:0, als Kemal Atici sich ganz stark auf rechts durchsetzte und Geurts nur noch einschieben musste. Atici und Geurts vergaben weitere Hochkaräter, es hätte durchaus noch schlimmer kommen können für die Havelländer.

Nach der Pause nahmen die Gastgeber ein bißchen das Tempo heraus. Die Rathenower wirkten nun auch etwas bissiger, nahmen endlich die Zweikämpfe an und gewannen auch einige. Die erste Offensivaktion gehörte ebenfalls dem roten FSV, Caner Özcins Schuss aus relativ spitzem Winkel klärte David Richter.

Auf der Gegenseite gab es drei Gelegenheiten mit Abschluss, der Rest wurde zumeist unkonzentriert vergeben. Der Versuch von Lukas Stagge rasierte die Lattenoberkante, der Volley von Nils Stettin war schön anzuschauen, aber viel zu hoch und beim Schuss von Darryl Geurts zeigte Lucas Hiemann eine akrobatische Fußabwehr.

Da lief schon die 85. Minute und im direkten Gegenzug erzwang Rathenow noch einen Eckball. Der landete nach Zwischenberührungen auf dem Kopf von Yavuz Aydogdu und von dort zum 3:1 im Netz. Erwähnenswert war bei Optik ansonsten noch die Einwechslung des frisch verpflichteten Berkan Alimler.

Bei Fürstenwalde stand auf dem Spielformular am Ende ein kurioser statistischer Wert. In einer fairen Partie holten sich die Gastgeber dreimal Gelb, alle wegen Ballwegschlagen.

Trainer Ingo Kahlisch ärgerte nicht das Ergebnis am meisten: "Ich bin heute über unser Auftreten, unsere Einstellung maßlos enttäuscht. So kannst du dich nicht präsentieren. Einige sollten sich jetzt mal hinterfragen, ob sie wirklich Regionalliga spielen wollen."

FSV Optik: Hiemann - Techie-Menson, Turan, Bilbija, Zingu (66. Alimler) - Aydogdu - Wilcke (V), Kapan, Langner, Matur (46. Karupovic) - Özcin (62. Kim)

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