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Coronakrise
Angeln nicht verboten

Das Risiko, sich mit Corona zu infizieren, ist beim Angeln sehr gering.
Das Risiko, sich mit Corona zu infizieren, ist beim Angeln sehr gering. © Foto: Daniel Gammert
Frank Hübner / 26.03.2020, 12:16 Uhr
Rathenow Die Folgen der Corona-Pandemie sind seit zwei Wochen nun auch in Brandenburg allgegenwärtig. Während in den ersten Tagen quasi ein Wettbewerb unter den Bundesländern entbrannt war, die Einschränkungen im öffentlichen Leben fast im Stundentakt zu verschärfen, gibt es nunmehr in ganz Deutschland fast deckungsgleiche Bestimmungen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen bzw. zu verlangsamen. Das zeigt beispielsweise auch ein Vergleich der entsprechenden Verordnungen der Länder Brandenburg und Bayern.

Der einzig gravierende Unterschied ist, dass in Bayern das Bewegen im öffentlichen Raum aus wichtigen Gründen nur noch allein bzw. gemeinsam mit Personen, die in häuslicher Gemeinschaft zusammenleben, erlaubt ist. Die Brandenburger Vorschrift ist etwas großzügiger und erlaubt den Aufenthalt im öffentlichen Raum auch zu zweit, unter der Maßgabe, einen Abstand von 1,5 Meter zur Begleitperson zu halten.

Der Aufenthalt an der frischen Luft ist also nach wie vor möglich und gestattet und wird sogar empfohlen. So hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erst vor wenigen Tagen gesagt, dass das Tanken von frischer Luft und Sonne in der gegenwärtigen Zeit wichtig sei und unter Einhaltung der aktuellen Bestimmungen auch erlaubt ist. Das beinhaltet auch den Aufenthalt in Kleingärten.

Übrigens auch der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin hat seinen Bürgern den Aufenthalt auf den beliebten Datschas im Moskauer Umfeld ans Herz gelegt. Obwohl die Verantwortlichen in der russischen Hauptstadt ansonsten auf eine andere Strategie in der Bekämpfung der Corona-Pandemie setzen als in Deutschland. So werden alle über 65-jährigen Einwohner Moskaus sowie Menschen mit schweren Vorerkrankungen aufgefordert, die nächsten Wochen zu Hause zu bleiben. Wer dieser freiwilligen Quarantäne folgt, wird mit einem finanziellen Anreiz von 4.000 Rubel (knapp 50 Euro) belohnt. Die jüngeren und gesunden Moskauer sollen indes das öffentliche Leben aufrechterhalten.

Bei uns im Havelland versuchen die meisten Menschen, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. Dabei gibt es immer wieder Fragen, was konkret noch erlaubt ist und was nicht. So ist beispielsweise das Campen wie auch jeder andere Aufenthalt in Hotels oder Pensionen aus touristischen Gründen untersagt. Das Angeln, ein gerade auch in Brandenburg beliebtes Hobby, ist weiterhin erlaubt. Natürlich muss man sich auch hier an den Mindestabstand und die anderen Corona-Bestimmungen einhalten. Na dann, Petri heil – und bleiben Sie vor allem gesund!

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