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Wer will Landwirten helfen?
Auch Angelika Fietze aus Möthlow hat auf www.daslandhilft.de inseriert

Ohne Arbeitskräfte aus östlichen EU-Nachbarstaaten gerät die Landwirtschaft in personelle Schieflage. Daher richtet sich nun der Blick auf die einheimische Bevölkerung. Das Portal www.daslandhilft.de bringt Landwirte und Anbieter von Arbeitskraft zusammen.
Ohne Arbeitskräfte aus östlichen EU-Nachbarstaaten gerät die Landwirtschaft in personelle Schieflage. Daher richtet sich nun der Blick auf die einheimische Bevölkerung. Das Portal www.daslandhilft.de bringt Landwirte und Anbieter von Arbeitskraft zusammen. © Foto: Ingrid Laue
René Wernitz / 26.03.2020, 17:37 Uhr
Möthlow/Berlin (MOZ) Kontakt zwischen Landwirten und Bürgern stellen das Bundeslandwirtschaftsministerium und der Bundesverband der Maschinenringe (MR) mit der Jobbörse  www.daslandhilft.de her. Diese wurde am Montag geschaltet. Im Laufe des Tages waren dort bereits mehr als 3.000 Inserate eingegangen. Zu den ganz frühen Vögeln gehört Angelika Fietze aus Möthlow (Gemeinde Märkisch Luch/Landkreis Havelland).

Die Landwirtschaft sucht in der Coronakrise  händeringend Arbeitskräfte. Leute aus den östlichen EU-Staaten fallen diesmal größtenteils aus.  Der Blick richtet sich daher auf die einheimische Bevölkerung. Doch hat die in der Regel noch nie Felder bestellt oder Spargel gestochen.

Entsprechend vorsichtig waren die Erwartungen der Frau, die mit ihrem Mann in Möthlow die Luch-Gärtnerei betreibt. Angelika Fietze macht aktuell alles allein - wirklich alles! Denn ihr Mann gehört zur Risikogruppe und verlässt das Haus kaum noch, wie die Landwirtin sagt. Sonst haben sie, ihr Mann und zwei Saisonarbeitskräfte in der insgesamt 3,5 Hektar großen Luch-Gärtnerei gemeinsam alle Hände voll zu tun. Wegen der Coronakrise ist Angelika Fietze nun Alleinunterhalterin.

Sie meldet daher Bedarf für drei Leute an. Unschlüssig, was so ein Inserat auf www.daslandhilft.de eigentlich bringen soll, ließ sie sich von einer Freundin dazu überreden. Angelika Fietze zeigt sich von der Resonanz förmlich erschlagen. Das Interesse ist riesig. Nur hatte sie bislang, die Direktvermarkterin liefert zudem drei Mal pro Woche Bestellungen aus, noch keine Gelegenheit darüber nachzudenken, wie sich denn die Beschäftigung bei ihr gestalten soll. Zumal die aktuellen Anbieter ihrer Arbeitskraft in der Regel nie in der Landwirtschaft tätig waren. Fietze will am Wochenende gut darüber nachdenken und sich am Montag bei den Leuten melden.

Am 15. April ist ihr Stichtag, da will sie durchstarten auf den Beeten und Feldern der Luch-Gärtnerei - Spargel wächst bei ihr nicht. Stattdessen ist gegenwärtig auch reichlich Unkraut zu entfernen. Angelika Fietze warnt schon mal vor, dass das harte Arbeit ist.  Indessen ist bis Donnerstagnachmittag die Zahl der Inserate auf www.daslandhilft.de auf rund 25.000 gestiegen.

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