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Einst und jetzt in Großwudicke
Die Hauptverkehrsstraße 1930

Peter Wittstock / 21.05.2020, 07:30 Uhr
Milow "Dorfpartie" titelte der Stendaler Fotograf und Verleger Wilhelm Güldenpfennig jene alte Ansichtskarte aus Großwudicke. Das Bild entstand um 1930. Befördert wurde die Karte per Bahnpost, was aus dem ovalen Poststempel hervorging, der die 6-Pfennig-Hindenburg-Briefmarke zierte.

Damals, am 15. September 1935, sandte Erna aus Großwudicke herzliche Grüße an Familie Wissmeyer nach Schwabach bei Nürnberg.  Auf dem alten Foto stechen die stämmigen Bäume zu beiden Seiten der Straße markant heraus. Auf der einst durchgängig gepflasterten Straße kommt links ein Oldtimer entgegen gerollt. Damals führte diese Verbindung übrigens direkt zum Ortsausgang  Richtung Schollene, vorbei an der ehemaligen Ortschaft Ebelgünde (bis 1975). Dieser kleine Ort lag fünf Kilometer nördlich von Großwudicke, mitten im jetzigen militärischen Sperrgebiet. Von der Wudicker Ortsansicht sind leider nur wenige Häuser zu sehen. Beim zweiten von rechts handelte es sich um das ehemalige Schulgebäude (wir berichteten). In diesem Haus wohnte oben der Schulleiter/Lehrer und parterre wurden die Schüler unterrichtet. Zur damaligen Zeit erstrahlte auch das nur knapp 300 Meter entfernte Schloss mit seinen imposanten Kuppeln. Die in der Nähe befindliche Brennerei befasste sich intensiv mit Prozessen der "alkoholischen Gärung". Großwudicke war zu dieser Zeit ein florierender Ort, der u.a. auch von der Bahnstrecke Berlin/Hannover profitierte. Als Wilhelm Güldenpfennig das Foto schoss befand sich die örtliche Freiwillige Feuerwehr noch in den Kinderschuhen. Durch den Lehrer Johannes Riemann wurde die Großwudicker Wehr im März 1930 gegründet. Zum nunmehr 90. Jubiläum herzlichen Glückwunsch und Dank für den ehrenamtlichen Einsatz. Großwudicke hat sich stark verändert. Hübsche Einfamilienhäuser, gepflegte Anlagen, eine beliebte Schule, die tolle Kita, dazu Fussball, Kegeln, Karneval und und... . Neben überwiegend asphaltierten Straßen und großzügigem Sportplatzareal fällt auf, das Verkehrsschilder im Ort fehlen. Hier gilt die "Rechts- vor-Links-Regel. Vorbildlich, weil es klappt und Geld spart.

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