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IPP nahezu ausgebucht
Premnitz: Jörg Steinbach bestaunte zwei Meter lange Schrauben

Industriepark Premnitz (IPP): Jens-Peter Asche zeigt Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (re.) zwei Meter lange Schrauben, mit denen freistehende Gartenpavillons im Boden verankert werden.
Industriepark Premnitz (IPP): Jens-Peter Asche zeigt Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (re.) zwei Meter lange Schrauben, mit denen freistehende Gartenpavillons im Boden verankert werden. © Foto: Weber
Simone Weber / 29.06.2020, 13:47 Uhr
Premnitz Mit dem Umzug des Handwerkbetriebs Asche aus der Bergstraße in den Industriepark Premnitz (IPP) und der Ansiedlung des neuen Produktionsstandorts der plasotec GmbH aus dem Gewerbegebiet in Rathenow sind die IPP-Flächen nahezu komplett vermarktet. Kürzlich besuchte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach, gemeinsam mit der hiesigen Landtagsabgeordneten Katja Poschmann (SPD), dem Premnitzer Wirtschaftsausschussvorsitzenden Marcel Kibbert und Vertretern der Wirtschaftsregion Westbrandenburg diese zwei Unternehmen an ihren neuen Standorten.

"Corona bedingt konzentrieren sich mehr Menschen auf ihren Garten und ihr Zuhause. Somit führen auch wir mehr Aufträge aus", erklärte Inhaber Jens-Peter Asche, dessen fünf Mitarbeiter Endkunden betreuen. "Der direkte Umgang mit den Kunden macht mir viel mehr Spaß als die Betreuung von Großprojekten zu Beginn der Gründung des Unternehmens."

Anfang 1995 gründete der in Premnitz aufgewachsene Jens-Peter Asche seinen Handwerksbetrieb in Südhessen, wo er insgesamt 15 Jahre lebte. Im Jahr 2001 kam er mit seiner Firma in die Heimat zurück. "In der Bergstraße hatten wir bisher ein kleines Ladenbüro von 50 Quadratmeter Fläche. Die Werkstatt und ein kleines Lager betrieben wir in Rathenow", so der Firmeninhaber. "Hier am neuen Standort sind die großzügige Ausstellungsfläche mit Büro, Werkstatt und Lager auf 470 Quadratmeter im neuen Gebäude seit Ende Mai zusammengefasst." Der auf Markisen, Terrassendächer und Glasoasen spezialisierte Handwerksbetrieb setzt auch auf moderne Techniken. So werden beispielsweise freistehende Glaspavillons für Gärten nicht mehr auf Betonfundamente gesetzt, sondern mit riesigen Schrauben befestigt. So zeigte sich Minister Steinbach im Lager von zwei Meter langen verzinkten Stahlschrauben erstaunt, die mit einer Kraft von 4.000 Newtonmeter im Erdboden versenkt werden.

Für August plant die Plasotec GmbH ihren Umzug von Rathenow nach Premnitz. Das Unternehmen erweitert sich auf einer Fläche von 1.100 Quadratmetern. Das 2007/2008 im Technologie- und Gründerzentrum gegründete Unternehmen ist auf die Oberflächenveredlung von Werksstücken auf den Gebieten Medizintechnik, Maschinenbau, metallverarbeitende Industrie sowie in der Feinmechanik und Präzisionstechnik spezialisiert. Dafür erhielt das Unternehmen einige Auszeichnungen, wie 2018 vom Fraunhofer Institut Stuttgart für das Verfahren des Plasmapolierens von Oberflächen.

"Wir werden auch in Brandenburg eine Insolvenzwelle erleben. Wir werden nicht Jeden retten können", so Jörg Steinbach zur Zukunft der Wirtschaftsunternehmen während und nach der Corona-Pandemie. Plasotec nutzt während der Corona-Pandemie Kurzarbeit sowie Finanzierungshilfen des Landes Brandenburg. Der Firma geht es trotz alledem wirtschaftlich recht gut. Steinbach vermittelte Plasotec den Kontakt zu Spezialisten an der BTU Cottbus, dessen Gründungspräsident er 2014 bis 2018 war.

Minister Steinbach besuchte anschließend die im IPP ansässige Blücher AG. Vor den Unternehmensbesuchen gab es ein Gespräch im Rathaus mit Vertretern des Industriepark-Managements.

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