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Schloss Paretz
Veränderte Besuchsbedingungen

Schlossbereichsleiterin Evelyn Friedrich (li.) und ihre Assistentin Kerstin Sinnok freuen sich über zahlreiche Besucher nach der Wiederöffnung des Schlosses in Paretz.
Schlossbereichsleiterin Evelyn Friedrich (li.) und ihre Assistentin Kerstin Sinnok freuen sich über zahlreiche Besucher nach der Wiederöffnung des Schlosses in Paretz. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 30.06.2020, 17:30 Uhr
Paretz Schlossbereichsleiterin Evelyn Friedrich ist im Moment zufrieden. Trotz einiger Besuchsbeschränkungen, die nach der Wiederöffnung im Juni gelten, seien die Besucherzahlen des Schlosses Paretz höher als zunächst erwartet, sagte sie.

Auch wenn derzeit keine Schlossführungen stattfinden können, stehen den Besuchern zwei Schlossführer für Erklärungen zur Verfügung. Allerdings müssen die Abstände eingehalten und Mundschutz getragen werden. Wie die Schlossbereichsleiterin versicherte, sei aber die Beschilderung in den Räumen der Sommerresidenz von Königin Luise und ihrem Gatten, Friedrich Wilhelm III. (1770-1840), sehr gut und informativ.

Weil am 3. August der König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg 250 Jahre alt geworden wäre, war ein attraktives Programm unter dem Titel "Lass mich dein Herzklopfen hören" (Zitat aus einem Briefwechsel) mit Sonderführungen, Musik und königlicher Teestunde in Vorbereitung. Diese Veranstaltung muss, wie alle anderen bis 31. August geplanten, ausfallen. Darunter auch das im vergangenen Jahr überaus positiv aufgenommene romantische königliche Picknick bei Sonnenuntergang.

Das Schloss kann nun wieder zu den üblichen Öffnungszeiten ohne Voranmeldung besucht werden. Allerdings sind Gruppenführungen noch nicht möglich. Noch etwas Erfreuliches: Ab sofort gibt es bis Ende Oktober ein Seniorenticket. Damit kostet der Eintritt statt fünf nun vier Euro.

Auch in der Leitung des Paretzer Schlosses gibt es eine Veränderung. Nach dem Weggang von Kathrin Hahn hat Kerstin Sinnok die Funktion der Schlossassistentin übernommen. Sie war bisher als Schlossführerin tätig.

Am Grottenberg im Schlossgarten begannen bereits 2013 die Ausgrabungen und endeten später mit vielen positiven Überraschungen. In den letzten Jahren wurde die so genannte Gartenstaffage im Schlosspark schrittweise restauriert. Die aus Bruchsteinen gemauerte Grotte, die Tempelruine und der Weg über den Hügel konnten fast ausschließlich mit originalen Materialien, die bei den Ausgrabungen sichergestellt wurden, restauriert werden. So wurde unerwartet der fast vollständig erhaltene Architekturschmuck der Tempelruine geborgen und genutzt. Zuletzt kam die einst eichene Brücke mit dem Knüppelgeländer über dem Tempelhinzu.

Wie Evelyn Friedrich informierte, beginnt im August die Widerherstellung des Geländes und der Wege um den Grottenberg. Im Frühjahr wird das im Wesentlichen in den Jahren 1797/98 vermutlich nach den Plänen von David Gilly entstandene Denkmalensemble nach dessen Restaurierung offiziell eingeweiht. Fehlen wird noch das einstige achteckige japanische Haus über der Grotte, das aus finanziellen Gründen noch nicht wieder aufgebaut werden konnte.

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